Mittwoch, 2. November 2016

All I want for christmas is you!


Der Winter naht mit großen Schritten und mit ihr die Vorfreude auf das Weihnachtsfest.
Wie jedes Jahr stellen sich unzählige Eltern die Frage, was sie ihren Sprösslingen schenken sollen.
Bei der großen Auswahl und den vielen Kinderwünschen fällt die Entscheidung auch wirklich nicht leicht.

Muss ich meinem Kind alle Wünsche erfüllen?

Kinder schreiben Wunschzettel, äussern ihre Wünsche, wenn sie etwas in der TV Werbung entdecken oder einem Katalog, Spielzeug ist momentan allgegenwärtig. Selbst ein großes

Onlineversandhaus hat uns dieses Jahr ein Spielzeugprospekt zugeschickt. Ich war da ziemlich überrascht über diese Werbestrategie. Naja eigentlich nicht.
Welches Geschenk soll es werden, unter all den Wünschen oder erfüllt man einfach alle?
Ich persönlich denke, es ist falsch einem Kind alle Wünsche zu erfüllen und ein Berg an Geschenken unterm Baum bereitstehen zu haben. Da halte ich es nach dem Motto, weniger ist mehr.
Ein tolles Geschenk, für das sich das Kind wirklich interessiert und das länger als es die Werbung sieht, sollte genügen. Es kommen ja auch noch Geschenke von Verwandten und Freunden. Dieses eine tolle Geschenk dann ohne Ablenkung zu benutzen, sich intensiv damit zu beschäftigen  ist so viel wertvoller als ein Berg Geschenke, bei dem das Kind dann von einem zum anderen hüpft und nicht weiß, mit welchen es zuerst spielen soll.
Auch finde ich Qualität statt Quantität sehr sinnvoll und Geschenke die man lange benutzen kann oder sogar erweitern.

Adventskalender nehmen neue Ausmaße an

Zu Weihnachten gehört natürlich auch ein Adventskalender. Früher gab es nicht so eine Auswahl wie heute, da gab es die Schokikalender, ein paar mit Spielzeug und natürlich die selbstgemachten Kalender, gefüllt mit Schokolade, Nüssen und anderen Leckereien. Heute wird eher weniger der Schokikalender gekauft oder nur als Zweitkalender. Die Tendenz geht zu teuren Spielzeugkalendern, die wie Pilze aus dem Boden sprießen oder selbstgemachten Kalendern, die mit kostspieligen Füllungen glänzen. Spielzeug, Bücher, täglich ein neues kleines Geschenk, vierundzwanzig Tage lang.
Die Eltern kommen auch nicht zu kurz,  gibt es doch speziell für sie teure Adventskalender gefüllt mit allem, was man sich vorstellen kann, von Kosmetik, Bieren, bis hin zu Gutscheinen für alles Mögliche und der Preis ist nach oben offen. Manche kriegen den Hals nicht voll und möchten am Liebsten mehrere Kalender. Ich finde dabei steht das hohe Konsumverhalten weit über den Sinn des Adventskalenders.
Bei uns gibt es entweder den Schokikalender, der hier super beliebt ist oder einen selbstgemachten Kalender, in dem für jedes Kind täglich ein Schokobonbon drinne liegt. Sie freuen sich sehr darüber.


Ist Nikolaus der neue Weihmachtsmann?

Am sechsten Dezember ist auch noch der Nikolaus zu Besuch.  Bei uns gibts da traditionell für jedes Kind ein Buch. Früher gab es einen Stiefel mit Schoki, Nüssen und Madarinen, aber da die Großeltern gerne prall gefüllte Nikolausteller verschenken und dazu noch Plätzchen mitbringen, haben wir uns eine Alternative gesucht. Die vielen Naschereien werden sonst nie ganz gegessen und das wäre doch schade. Deshalb schenken wir Bücher, für die Große eins zum Selberlesen und für die Kleinen zum Vorlesen. Somit schenken wir ihnen nicht nur ein Buch, sondern auch Zeit mit uns. Davon kann man nie genug haben.

Zurück zu den Wurzeln.

Früher dachte ich, das wichtigste sei für Kinder, viele tolle Päckchen unterm Baum zu finden, das lag daran, dass ich mich gerne an ein Erlebnis zurückerinnere, bei dem ich als kleines Mädchen nachts von Geräuschen wach wurde und hinunter ins Wohnzimmer tapste. Ich öffnete die Tür und sah meine Eltern, Großeltern und Tante umd Onkel vorm geschmückten Weihnachtsbaum sitzen und lauter Geschenke einpacken.  Sie sahen wie kleine Weihnachtselfen aus, was ich meiner regen Fantasie zuschreibe, auch das goldene Leuchten und die wunderbare Weihnachtsmusik es war magisch! Im Prinzip habe ich sie dabei erwischt wie sie die Geschenke verpackt haben, doch in meinem kindlichen, verschlafenen Kopf sah ich das Weihnachtswunderland. Mein Herz wurde warm und ich schlich zurück ins Bett und wartete auf den Weihnachtsmorgen. Im Endeffekt waren es aber nicht die vielen Geschenke, die mich glücklich gemacht haben, es war dieses tolle und verzaubernde Gefühl.
Nicht die Geschenke machen Weihnachten zu etwas besonderem, es ist der Zauber, der dieser Zeit innewohnt. Mehr als jedes Geschenk erfreuen sich meine Töchter an den Spuren, die das Christkind und der Weihnachtsmann  ( ja, bei uns kommen beide, wie man hier nachlesen kann) hier hinterlassen, die Traditionen, die wir als Familie haben, die Vorfreude, das viele Essen, aber vorallem das Beisammensein.  Zeit mit der ganzen Familie, ohne Zeitdruck und so gelassen, wie sonst nie im Jahr, weil sich letztendlich jeder vom Weihnachtszauber anstecken lässt (selbst der grummeligste Grinch). Wir müssen zurück zu unseren Wurzeln, zurückerinnern an unsere Kindheit, wie schön sich alles zur Weihnachtszeit anfühlt. Dann wissen wir, was sich unsere Kinder am meisten Wünschen, nämlich nicht Berge an Geschenken, sondern uns, die Menschen, die ihnen am Herzen liegen. Natürlich dürfen Geschenke nicht fehlen, aber ein besonderes, was von Herzen kommt ist so viel wertvoller als einen kompletten Wunschzettel abzuarbeiten.
Ich möchte niemandem das Schenken oder überhaupt das Weihnachtsfest vorschreiben, ich möchte nur meine Gedanken dazu teilen, denn am Ende geht es ja darum, das alle glücklich sind und das ist das Wichtigste.

Ich wünsche jetzt schon eine ganz tolle Vorweihnachtszeit.






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