Samstag, 23. Juli 2016

In was für eine Welt...

Und wieder sitzt die Welt gebannt und schaut auf den Bildschirm, vor dem Fernseher oder unterwegs am Smartphone, um Informationen zu erhalten. 
Schock, Angst und Trauer und keine Antwort auf die Fragen, die sich alle stellen. Warum?Wie geht es weiter?

Es stellt sich noch eine Frage, die mir immer wieder in Sozialen Medien oder auch von Menschen in meinem Umfeld auffällt, in was für eine Welt wachsen unsere Kinder auf?

Diese Frage hat mich ein wenig beschäftigt. 
Ich bin nun schon fast siebzehn Jahre Mutter. In diesen siebzehn Jahren passierte eine Menge, seien es Amokläufe auf Schulen, Terroranschläge, Krieg in Krisengebieten, schreckliche Entführungen, Vergewaltigungen, Morde, Erpressungen und und und. 
Schon bevor ich Mutter wurde habe ich solche Bilder in den Nachrichten gesehen. In unserer Welt gab es noch nie Frieden, irgendwo gab es immer Leid. Trotzdem habe ich bewusst drei Kinder in diese Welt geboren. War ich nun verantwortungslos? Habe ich ihnen bewusst ein schreckliches Schicksal auferlegt?
Nein. 
Zwar war all der Leid, Terror und Schmerz nie so nah, so allgegenwertig wie er momentan, dank Medien und sozialer Netzwerke ist, aber er war schon immer da und trotzdem haben wir bisher ein sehr glückliches und friedliches Leben gelebt.
Keine Kinder mehr in die Welt zu bringen wäre der falsche Weg, definitv, denn sie sind die Zukunft und wir gestalten sie durch unsere Kinder. Nun ist es wichtiger denn je, darauf zu achten, dass unsere Kinder Toleranz, Respekt, Nächstenliebe gegenüber Menschen und Umwelt erleben und erlernen.
Sie sollen lernen, dass alle Menschen gleich sind, egal welcher Kontostand, Lebensweise oder Glauben und jeder gleich behandelt werden sollte, nämlich so, wie man selbst behandelt werden mag. Dass Hass, Neid und Missgunst einem nichts bringen, ausser Schmerz. Wenn wir unsere Kinder sensibilisieren, könnten sie eine Wendung bringen. 

Wie am aktuellsten Fall, sieht man wo zum Beispiel Mobbing hinführen kann. 
Als ich in die fünfte Klasse kam, waren wir gerade frisch umgezogen, neuer Ort, neue Schule und ich kannte niemanden in meiner neuen Klasse. Dank meines Namens dachte aber jeder mich zu kennen. "Ausländer raus!" Rufe, Schläge und psychischer Druck durch Zehntklässler begleiteten mich die ersten Wochen in der neuen Schule. Ich habe einen halben Vormittag im Jackenschrank verbracht, nachdem man mich geschlagen und dort eingesperrt hatte. Ich dachte, lieber darin eingequetscht ausharren, als denen nochmal über den Weg zu laufen und wieder Schläge kassieren. 
Ich war alleine mit meiner Angst, bis sich jemand für mich einsetzte und das ganze beendete. Solche Ereignisse wiederholten sich trotzdem immer mal wieder, aber ich war nicht mehr alleine und das gab Kraft sich dem zu stellen und nicht mehr als Opfer zu sehen.
Was passiert, wenn man keine Hilfe hat, wenn man alleine bleibt, mit seiner Angst und dem Mobbing? 
Wohin Angst, Frustration und das Gefühl sich rächen hinführen kann, sieht man ja an den vielen Schulamokläufen der vergangenen Jahre. Damit möchte ich diese Taten nicht rechtfertigen, es ist schrecklich was passiert ist. 
Aber sie passieren nunmal nicht grundlos.
Können wir unsere Kinder dahingehend sensibilisieren, weder Täter noch Opfer von Mobbing zu werden und somit einen Grund für solche Amokläufe zu beseitigen?
Ist es möglich ihnen so viel Selbstbewusstsein, Mitgefühl und Nächstenliebe mitzugeben, dass sie sich jedem gegenüber gleichwertig fühlen?
Ich hoffe es und versuche es.
Wir sollten nicht wegschauen, nicht die Augen verschließen und denken uns geht es nichts an, egal wie klein die Ungerechtigkeit ist, dessen wir Zeuge werden. Jeder ist verantwortlich und kann sich nicht rausreden. Lehrer, die Mobbing wahrnehmen und als Kinderkram abtun. Nachbarn, denen Auffälligkeiten in einer Familie auffallen. Man muss aktiv werden und nicht abwarten. Es muss selbstverständlich werden, dass es nichts schlimmes ist, sich Hilfe zu suchen. Dass man mit seinen Ängsten und Sorgen ernstgenommen wird.

Wir können schon im Alltag, mit kleinen Gesten anfangen, ich grüße zum Beispiel jeden, der an mir vorbeikommt freundlich, meine Kinder machen das auch, schliesslich sehen sie es bei mir und es ist für sie normal. Wir werfen keinen Müll auf den Boden oder heben herumfliegendeTüten auf und werfen sie in den Müll, denn wer seine Umwelt respektiert geht auch ganz anders mit den Lebewesen darin um. Wenn ich beim Shoppen meine Pfandflasche nicht in die siffigen Mülltonnen werfe, sondern daneben stelle, damit die Pfandsammler nicht in den Müll greifen müssen, gebe ich ihnen zumindest in diesem Moment ein Zeichen, dass ich sie respektiere. Wenn die Person an der Kasse vor einem einige Cent fehlen und sie nicht bezahlen kann, dann gebe ich ihr diese, was sind schon ein paar Cent, wenn ich jemandem so helfen kann. Es fallen mir noch viele weitere Beispiele ein, aber das würde den Rahmen sprengen und ich denke, jeder kennt die kleinen aber feinen Gesten, die man im Alltag machen kann, um den Tag für sich und andere zu verschönern.
Ich bin der Meinung, dass man auf diese Art Ignoranz und Abgrenzung entgegenwirken kann.
Wir dürfen nicht abstumpfen, verrohen, wir müssen weiterhin empathische Menschen bleiben.
Wirklich wichtig ist es, unseren Kindern zu zeigen, dass diese Taten trotz allem nur ein Bruchteil dessen sind, was auf der Welt passiert, dass es auch gute Dinge gibt, viele gute Dinge gibt und es sich für diese zu kämpfen lohnt. Sie müssen wissen, dass sie glücklich sein dürfen, auch wenn es auf der Welt nicht immer friedlich zugeht. Nur in Angst leben, macht die Welt nicht besser und wir brauchen starke, nicht ängstliche Kinder, um irgendwie einen Wandel hinzubekommen.

Natürlich ist das keine Lösung für das große Problem, es wird immer Menschen geben, die sich über andere Menschen stellen und um Macht zu erlangen sogar über Leichen gehen, jedoch ist es eine Möglichkeit, die jeder einzelne Mensch umsetzen kann. Weltweit.
Und wenn wir jetzt endlich alle, Hand in Hand miteinander und nicht egoistisch gegeneinander arbeiten, schaffen wir eine wahrnehmbare Änderung in kürzester Zeit.

Donnerstag, 21. Juli 2016

von kleinen Schuhverweigerern...

Es gibt nichts besseres für Kinderfüße, als barfuß durch die Welt zu stapfen.
Aber manchmal sind Schuhe doch eine tolle Sache, zum Beispiel wenn man auf die Straße muss. Anfangs gabs die Lederpuschen. Wir kauften ein paar für die Taufe, die individuell hergestellt wurden.

Unsere Taufpuschen♥

Zum Krabbeln und Laufanfang gabs dann ein paar Neue, auch individuell nach meinen Wünschen hergestellt. Sie mussten einiges aushalten die armen Teile, meine Maus hat kein Mitleid mit ihnen gezeigt. Trotzdem haben sie immer gut ausgesehen, selbst als ich sie dann aussortieren musste, da sie nicht mehr passten.
Die Krabbelpuschen mit süßen Federn♥


Dann kam die Zeit, in der sie richtig gut laufen konnte und ich mir dachte, es wird Zeit für richtige Schuhe. Ich habe extra die Laufanfängerschuhe von der großen Schwester aufgehoben und nachdem ich nachgemessen hatte und sie die richtige Größe hatten, hab ich sie ihr angezogen.
Geschrei!!!
Die Maus schrie, wand sich und versuchte sich die Schuhe von den Füßen zu reißen.
Also schnell wieder raus. Sie tippelte los und holte mir die alten Lederpuschen. 
Ich bestellte ihr sofort neue.


Gleich zwei Paar, denn ein Mädchen braucht doch Auswahl. 

Dann soll mein Mädchen halt keine richtigen Schuhe anziehen, sie trägt jetzt weiterhin die Lederpuschen. Ich finde das ist mir anderthalb Jahren auch noch vollkommen okay.
Die Puschen, die ich bei einer Bekannten herstellen lasse, sind super robust und halten auch alles aus, selbst schlurfende Treppensteigübungen.
Die Kleine bringt morgens nach dem Anziehen immer das Paar, welches sie für den Tag anziehen mag. Komischerweise zeigt sie dabei ein besseres Kombinationsgeschick als ich. 
Aber ab Herbst müssen die Maus und ich nochmal die Schuhdiskussion starten, Pfützenspringen ist etwas, das man nicht früh genug erleben kann und das geht nun wirklich nicht in Puschen. Aber für Zuhause gibts dann trotzdem noch welche.


Alle hier gezeigten Puschen habe ich bei lieben Jenni erworben.
Hier ihr Instagramprofil und ihr DawandaShop 
Viel Spaß beim Stöbern!





Samstag, 16. Juli 2016

Verschiedene Wege gehen.


Letzte Woche war ich auf einer ganz besonderen Veranstaltung.
Meine Große hat ihren Abschluss gefeiert, mit offizieller Zeugnisvergabe und wir Eltern waren eingeladen.  Für mich war es gleich doppelt toll, denn erstens hat meine Erstgeborene die Realschule mit einem super Zeugnis abgeschlossen und macht jetzt Abitur und zweitens war ich zuvor nie auf solch einer Veranstaltung, schließlich hatte ich in dem Alter, in dem meine Große jetzt ist einen dicken Kugelbauch, indem sie unter meinem Herzen vor sich hinbrütete.
Es war toll. Ich hätte vor Stolz platzen können, als ich sie da oben auf der Bühne stehen sah, mein kleines Mädchen, mit der ich mein halbes Leben verbracht habe ist eine erwachsene, junge Frau geworden. Eine tolle junge Frau, schlau und mit Ziel vor Augen.
Dieses Erlebnis hat mich viel nachdenken lassen, da mir durch die Schwangerschaft solche Ereignisse verwehrt blieben.
Während meine Große jetzt flügge wird und alt genug ist viele neue Dinge zu machen und trotzdem unsere Obhut zu genießen, hatte ich in dem Alter alle Hände voll zu tun damit, schnell erwachsen zu werden, einen Haushalt zu führen und mich auf ein Baby vorzubereiten.
Oft wurde ich gefragt,  wie es wohl wäre, wenn ich nicht so früh schwanger geworden wäre. Ob ich was verpasst hätte. Meist speise ich die Fragenden mit der Antwort ab, dass ich mir das nicht vorstellen kann, aber das kann ich doch. Nehmen wir mal an, ich hätte nie die Umstände erlebt, die zu dieser Schwangerschaft geführt haben, dann wäre ich weiter in meiner alten Schule gewesen, den Abschluss gemacht, Abitur dran gehängt und Kunst studiert. Nebenbei hätte ich Volleyball gespielt. Darin war ich sehr gut. Klingt an sich doch ganz gut, aber ob ich damit glücklich gewesen wäre?
Ich denke es könnte möglich sein, aber etwas hätte ich verpasst.
Nämlich meine Erstgeborene.  Es war hart. Der Spagat zwischen selber Teenie sein und für ein Kind sorgen zu müssen hat viel Energie gekostet, viel Entbehrung.
Meine Wünsche waren plötzlich zweitrangig. Aber ich möchte keines dieser Erfahrungen missen. Hätte ich dieses Mädchen,  diese junge Frau nicht, hätte ich diese wundervolle Person niemals kennenlernen dürfen, wäre mein Leben nicht so wertvoll, wie es jetzt ist.
Ich will mir kein Leben ohne sie vorstellen. Ein Leben voller Lachen, Dramen, Zankereien,  all das mag ich einfach nicht missen. Muttersein ist harte Arbeit, vorallem wenn man selbst eigentlich noch ein Kind ist, aber das war es wert, sie da oben stehen zu sehen und zu wissen, diesen tollen Menschen hast du geschaffen.
Sie wird einen anderen Weg gehen, ihren Weg, einen guten Weg, sie wird studieren, die Welt erkunden und ihr Leben leben und dank ihr habe ich die Chance es durch sie auch selbst ein wenig zu erleben. Ich habe also nichts verpasst und bin dankbar so viel noch durch sie miterleben zu dürfen.
Auchneine Frage, die mir immer gestellt wird ist, ob ich mehr eine Freundin für meine Große bin, als eine Mutter.  Nein. Keine Freundschaft kann so tief gehen, wie die Liebe zum eigenen Kind. Besonders zum ersten Kind. Nein ich bin nicht ihre Freundin und mag es auch gar nicht sein, ich mag ihre Mutter sein, mit der sie aber auch reden kann, wie mit einer Freundin, wenn sie das mag.
Sie soll Freunde in ihrem Alter haben und mit denen das erleben, was man mit Freunden eben so erlebt, ich bin dann für sie da, wenn sie mehr braucht, eine Mama braucht, Wurzeln die Halt geben.

Ja und als sie da so stand, auf dieser Bühne und ihr Abschlusszeugnis entgegen nahm wurde mir auch klar, dass sie nun nicht mehr mein kleines Mädchen ist, ganz und gar nicht und zwischen all dem Stolz und der Freude mischte sich ein wenig Trauer. Erinnerungen an unsere Zeit zu zweit, als es nur uns beide gegen den Rest der Welt gab. Wie lange das her ist, was alles seitdem geschehen ist. Aber das ist gut so, man darf der Vergangenheit nachtrauern, solange man sich auf die Zukunft freut.
Sie wird ihren Weg gehen.  Ihren eigenen. Und ich begleite sie auf dem Seitenstreifen.


Sonntag, 10. Juli 2016

Die Sache mit dem Stillen...

Ich erinnere mich noch daran, ich war schwanger, fest überzeugt stillen zu wollen.
6 Monate wollte ich vollstillen und dann mit der Beikost beginnen und dann bis zum ersten Geburtstag mit dem Stillen durch sein.
Das war der Plan.
Wie das so ist mit Plänen und Kindern, sie sind in der Theorie meist super und die Vorstellung perfekt. Die Praxis sieht allerdings anders aus. Kinder pfeifen auf die Pläne der Eltern, sie haben ihre eigenen Pläne.
Ich stillte 8,5 Monate voll, dann durfte ich auch mal mit Beikost um die Ecke kommen, aber nur Kartoffeln und bloß nicht in breiform, alles andere war bäh. Oh Karotten wurden nach kurzer Zeit auch gerne angenommen, in Scheiben, keine Stifte, aber Hauptmahlzeit blieb die Mamamilch.
Mit einem Jahr hat sie dann ordentliche Portionen gegessen und ich konnte weniger stillen.
Weniger, aber nicht abstillen.
Also änderte ich meinen Plan. Und gab ihr weitere sechs Monate bis ich abstillen wollte. Anderthalb schien mir ein tolles Alter um abzustillen.
Nun ja. In wenigen Tagen wird sie anderthalb Jahre alt. Das Stillen ist immernoch ein wichtiger Bestandteil ihrer Ernährung.
Sie isst mit am Tisch, alles, was man ihr anbietet wird probiert, aber dennoch trinkt sie gerne die Mamamilch.
Es geht hierbei nicht um Hunger, es ist mehr als das. Es ist Nähe, Geborgenheit, Ruhe und einfach ein Geschmack, den sie von Geburt an kennt und sie beruhigt.
Wer bin ich, Pläne zu machen, wann sie dies nicht mehr braucht?
Ich lege viel Wert auf eine liebevolle, bindungsorientierte Erziehung und sollte mir mit solchen Deadlines nicht dauernd selber Druck machen und schon gar nicht meinem Kind.
                                 
Also habe ich mich bei anderen Stillmamas umgehört:

"Für mich ist es normal, dass ich meinem Kind die Nähe und die gesunde Mamamilch gebe, solange es für uns beide passt und wir uns wohlfühlen.  Ich möchte, dass sie sich von selbst abstillt. Meine Tochter ist jetzt 15 Monate alt."

"Ich habe 35 Monate gestillt. Ich habe vorher auch schon mal ans Abstillen gedacht. Ich wollte meinen Körper wieder für mich und erhoffte mir mehr Freiheiten. Diese Gedanken waren aber schnell vergessen, denn das stillen gab uns beiden ein Gefühl von Sicherheit."

"Ich habe sechs Monate gestillt. Mit der Beikost hörte das Stillen auf. Wir sind beide glücklich damit, auch wenn ich das Stillen ab und an vermisse."

"Meine Große hat sich aus eigenemAntrieb abgestillt, mit 3 Jahren und 3 Monaten. Mein Sohn soll auch selbst entscheiden, wann er das nächtliche Stillen nicht mehr braucht, tagsüber stillen wir nicht mehr. Beim nächsten Kind möchte ich das wieder so handhaben."



Vier Mamas, die glücklich mit ihren Entscheidungen sind, vorallem, da sie es den Kindern überlassen, die richtige Zeit zum Abstillen zu finden.
So sollte es sein.
Ich geh mal mein Mädchen stillen.






Samstag, 9. Juli 2016

Thank you very Matsch...


Erstmal muss ich meinen Bruder erwähnen,  bevor ich hier anfange zu schreiben und zu schreiben und kein Ende finde. Mein Bruder, ich höre nicht täglich von ihm, manchmal auch einige Wochen nichts, aber das macht nichts, denn er weiß,  wenn er mich braucht, ich bin für ihn da und umgekehrt ist das auch so. Aber das wichtigste ist, er ist der absolute Held für meine Mädels. Die Große schaut zu ihm auf, die Kleinen lieben ihn. Also Danke mein Bruder, dafür dass du du bist und für das tollste Geschenk, was du den Mädels gemacht hast.

Um was es geht bei dem tollen Geschenk? Um unsere super coole Matschküche.
Wir haben nur einen sehr kleinen Balkon, trotzdem wollen wir dort auf kleinem Raum eine Spielmöglichkeit für die Kleinen bieten und auch ein wenig Platz für die Großen haben.




Mein Bruder hat die Küche komplett selber gemacht, ich habe nur die Türknaufe dazugegeben.
Unser alter Sandkasten, eine große blaue Muschel, hat den Geist aufgegeben oder besser, sie wurde spröde und zerfiel in kleine, blaue, fiese, scharfe Bruchstücke.  Im Netz, fand ich einen Ikeahack zum Thema Sandkästen. Und ich bin total begeistert, diese Plastikkiste ist aus wirklich robusten Plastik und es passen 50kg Sand hinein. Mit Deckel ist es perfekt für unseren kleinen Balkon. Es fallen keine Blätter rein und Katzen können daraus kein Klo machen. Also wirklich perfekt.

Warum ich das alles hier schreibe? Weil ich die tolle Arbeit meines Bruders würdigen möchte und weil es viele Familien mit kleinen Balkons gibt, die so vielleicht neue Ideen finden.

Montag, 4. Juli 2016

Die Sache mit der Erziehung...



Lange hab ich nichts mehr geschrieben, aber es gab einfach nichts zu erzählen,  was so wichtig war, dass es mich hier her gezogen hätte.

Heute aber. Immer wieder lese oder höre ich davon wie negativ Erziehung sei. Erziehung zeige nur die Machtposition der Erwachsenen gegenüber der Kinder. Es sei Gift für eine innige Beziehung zwischen Eltern und Kinder.

Erziehung ist Ansichtssache und keineswegs eine negative Sache. Würden wir unsere Kinder nicht erziehen, ich glaube die Menschheit würde sehr darunter leiden.
Erziehen ist nicht zu verwechseln mit Bevormunden. Erziehung ist für mich,  mein Kind an die Hand zu nehmen und mich mit ihm zu beschäftigen. Meinem Kind die Welt zu zeigen, wie es sich darin zurechtfinden kann, es unterstützen, sich entfalten zu können. Ein Kind kann nicht ohne Erziehung glücklich aufwachsen, alleine im Alltag gibt es so viele Situationen, in denen Eltern einen Erziehungsauftrag haben und diese zur Sicherheit des Kindes ausüben müssen, sei es Vorsicht im Straßenverkehr oder dass man nicht mit Feuer spielt. Auch die Hilfe bei den Hausaufgaben oder beim Spaziergang, dem Kind erklären,  was das für eine Pflanze ist, dass es gerade gepflückt hat, ist Erziehung.
Klingt alles gar nicht so dramatisch oder? Weil Erziehung auch gar nichts dramatisches ist, nur wurde das Wort durch die antiautoritäre Bewegung in den Schmutz gezogen.
Ich persönlich finde antiautoritäre Erziehung (eigentlich ein Widerwort in sich) ist eine Unmöglichkeit, denn jedes Kind braucht Regeln, sei es nur die schon genannte Vorsicht im Straßenverkehr.  Es ist unverantwortlich ein Kleinkind nicht an die Hand zu nehmen, wenn es an einer stark befahrenen Straße läuft. Jedes Elternteil kennt diese leidige Situation,  wenn das Kind alleine laufen mag, aber es an die Hand muss da es über die Straße muss. Weinen, Zürnen, Schreierei. Aber es muss eben sein. Ich habe lieber ein gesundes Kind, welches Regeln kennt, als ein totes Kind, dessen Leben ich auf dem Gewissen hätte, dank Mangel an Erziehung.
Erziehung muss fair sein. Auch die Stimme des Kindes zählt. Man boxt nicht partout seine Meinung durch, man erklärt, diskutiert, findet Kompromisse und in besonderen Fällen muss man Konsequenz zeigen, auch wenn es nicht immer gemütlich ist. So weiß das Kind, dass es beschützt ist und kann seine Freiheiten viel besser genießen, denn es gibt jemanden im Hintergrund, zu dem sie gehen können. So werden Regeln nicht zu etwas negativen, sondern einfach eine kleine Hilfe den Alltag für alle schöner/sicherer/einfacher zu machen

Erziehung ist das Ergebnis Verantwortung zu übernehmen für jemanden, Halt zu geben und Sicherheit, damit er sich entfalten und wachsen kann.