Sonntag, 24. April 2016

Die Sache mit dem Körper

After Baby Body.
Dieses Wort taucht momentan echt überall auf, die einen brüsten sich mit der perfekten Rückbildung und den purzelnden Pfunden (ob das aber auch so ist, wie sie es im Internet darstellen sei jetzt mal dahin gestellt) ich denke nicht,  dass sie es böse meinen, aber es ist nun mal nicht die Regel. Die andere Seite versucht Trost darin zu finden, dass es viele Gleichgesinnte gibt, die eben nicht mehr die Figur haben, wie vor der Schwangerschaft, suchen einen tieferen Sinn in Schwangerschaftsstreifen oder ausgeleierter Haut.
Jeder hat eine Meinung dazu und so passiert es oft, dass hitzige Diskussionen über die Körperbeschaffenheit verschiedener Personen entstehen.
Ganz oft bedenken (wie so oft im World Wide Web) einige Menschen nicht, dass hinter diesen Bildern oder Diskussionen Menschen stecken. Menschen mit Gefühlen.
Dabei geht es nicht nur um offensichtliche Beleidigungen gegen den Körper des anderen Menschen. Auch gut gemeinte Aussagen können nach hinten losgehen.
"Hey du hast abgenommen, du siehst gut aus." War die Person vorher nicht gutaussehend?
"Sei stolz auf deine Streifen, sie zeigen, dass du eine Mutter bist." Ohne ist man keine Mutter? Macht es die Streifen dadurch optisch schöner als normale Dehnungsstreifen?
"Stell dich nicht so an, du siehst gut aus." Ich finde es anmaßend einer anderen Person zu sagen, dass sie sich anstellt, wenn sie sich in ihrem Körper unwohl fühlt.
"Hauptsache das Kind ist gesund."  Diesen Satz sage ich selbst auch oft zu mir selbst, aber wenn ich ehrlich bin hat das eine mit dem anderen doch gar nichts zu tun.

Nach drei Kindern und über dreißig Jahre alt, ist es mir klar, dass ich nicht mehr den Körper einer zwanzig Jährigen haben kann, das ist natürlich und muss ich so hinnehmen, wenn ich mich nicht unters Messer legen mag. Was ich nicht hinnehmen muss ist es, wenn ich mich in meinem Körper unwohl fühle und die Störfaktoren durch gesündere Ernährung und mehr Bewegung verbessert werden können.  Wenn ich es ändern mag, dann kann ich das tun, wenn nicht muss ich damit leben, dass sie mich weiter stören werden.

Gerade Streifen sind etwas, mit denen viele Frauen ein Problem haben. Es ist nüchtern gesehen einfach nur gerissene Haut und nicht wirklich schön. Selbst wenn sie mit der Zeit etwas verblassen und man sie unter der Kleidung nicht sieht, sie sind da, spürbar, wenn man mit den Hand drüber fährt. Mit der Zeit lernt man sie zu akzeptieren, nicht lieben, aber man findet sich damit ab, dass sie eben da sind.  Sie sind keine Seltenheit, viele Frauen haben sie, machen nur kein Thema daraus oder verstecken sie, was ja ihr gutes Recht ist. Sie sind ein Thema das zwar mittlerweile angesprochen wird, von einigen, mutigen Mamas, aber die meisten Frauen wollen dann doch lieber nicht, dass man von ihren Streifen weiß.
Verständlich, wenn man das heutige Wunschbild einer Mutter betrachtet.  Sie soll sich um die Kinder kümmern, sich dabei nicht gehen lassen,  eine komplette Familie plus Haushalt organisieren, vielleicht sogar noch arbeiten gehen und dabei immer glücklich wirken, mit top Figur, alles andere ist ja nicht diszipliniert.
Ein strenges Auge liegt auf den Frauen, ob Mutter oder nicht, denn Medien und Mode suggerieren einen,wie perfekt Frau sein kann, wenn sie es denn will. Wenn sie den faulen Schweinehund den Rücken kehrt. Da kämpfen die mutigen, vereinzelten Frauen, leider auf einem schwierigen Posten.
Plussize fängt bei Größe 38 an, Frauen sollen einem Idealbild entsprechen, von Menschen kreiert, die kein Auge mehr für die Realität haben, dieses Auge haben sie schon lange verloren, zwischen Geld, Macht und SizeZero.

Wo ich stehe weiß ich nicht.  Ich bin eigentlich zufrieden mit mir, kann mit den meisten Spuren meiner drei Schwangerschaften gut leben. Vielleicht noch ein paar Kilos am Bäuchlein dürfen verschwinden, damit die Jeans besser passen. Ich will keine Modelfigur, ich will keine Perfektion.Ich bin glücklich mit Gr. 38/40 und finde diese Größe vollkommen okay, alles andere würde gar nicht zu mir passen. Eine stärkere Rückenmuskulatur hätte ich gerne. Dafür mag ich auch was tun, wenn die Zeit gekommen ist. Ansonsten bin ich froh gesund zu sein.

Donnerstag, 21. April 2016

Die überlange Nabelschnur

...klingt schlimmer als es ist.
So nenne ich scherzhaft dieses Band zwischen mir und meinen Mädchen, welches mich davon abhält öfter auszugehen.
Für viele Mütter scheint es super einfach zu sein, wenige Zeit nach der Geburt ihre Babys von anderen, z.B. Oma, Tanten usw. betreuen zu lassen und mal über Nacht wegzugehen.
Einerseits beneide ich diese Freiheiten, denn jede Mama weiß wie anstrengend das Muttersein manchmal ist und eine Pause davon lässt die Akkus wieder voll aufladen und gibt neue Kraft. Ich finde es toll, wenn Mamas sich auch um sich kümmern,  man ist ja nicht nur Mama, sondern auch Frau und hat Bedürfnisse,  die nicht immer mit Kind kompatibel sind.
 Andererseits fällt mir das Abschalten schwer, wenn ich nicht bei meinen Kindern bin. Ich mache mir Gedanken, kann mich nicht auf andere Dinge konzentrieren und somit ist die kurze Auszeit für meine Nerven eine ziemliche Zerreißprobe. Über Nacht wäre für mich sogar undenkbar. Zum Einen, da ich stille und abpumpen einfach nicht funktioniert und zum Anderen da mein Babymädchen bei mir einschläft.
Bis vor einem Jahr schlief auch das Kleine Mädchen mit mir im Bett. Aber als das Babymädchen kam und sie eine große Schwester wurde, wollte sie in ihrem Bett für große Mädchen schlafen.
Bei der Großen war ich nicht ganz so "unflexibel" und bin oft mal weg gewesen, auch über  Nacht. Aber da war ich wesentlich jünger als jetzt.
Das Bedürfnis wegzugehen hat nachgelassen, kuschelige Abende zuhause sind beliebter und da brauche ich keinen Babysitter.
Vor wenigen Wochen war ich das erste mal seit langer Zeit im Kino, mit meinem Mann.
Meine Große hat das arrangiert. Sie überredete mich, dass sie auf die beiden kleinen aufpasst und wir einige Straßen weiter ins Kino gehen. Sie wird dieses Jahr siebzehn und bietet sich als Babysitter an, also sollte ich es einfach mal probieren. Keiner kennt die Mädels so gut wie sie, schließlich sieht sie sie jeden Tag und ich vertraue ihr.
Gesagt getan, wir waren im Kino und es war toll, trotzdem war ich überglücklich wieder zuhause zu sein um das Babymädchen ins Bett zu bringen.

An sich kann ich gut damit leben, ab und an mal wegzugehen für zwei bis drei Stunden und die Große solange aufpassen zu lassen. Ich hab mich entspannt, das Band sich entspannt, was zwischen mir und den Kindern besteht. Die überlange Nabelschnur. Sie zieht nicht mehr so stark an mir, wenn ich mal das Haus ohne die Kinder verlasse.
Ein großer Schritt für mich.

Manche Freunde und Verwandte oder auch Fremde mögen es vielleicht belächeln oder sogar nervig finden, mich gluckig und übertrieben finden, aber für mich und die Kinder passt das so, was interessiert es mich also ob anderen unsere Methode missfällt.
Viel schlimmer finde ich das Drängen Anderer, die unbedingt wollen, dass ich feiern gehe oder Alkohol trinke. Ich mag Alkohol nicht, mag die Wirkung von Alkohol nicht und deshalb trinke ich es auch nicht. Meine Entscheidung. Ich gehe auch ungerne feiern, habe ich schon früher nicht gerne getan, finde es einfach anstrengend. Klar schaue ich mir gerne mal einen Film im Kino an oder ein Konzert von einer guten Band, aber das muss auch nicht dauernd sein. Aber kaum hat man Kinder, meinen einige man muss ausgehen, nicht nur Zuhause sitzen, egal ob man schon vorher ein Stubenhocker war.

Am Ende ist es doch so, dass ich mich wohlfühlen muss und meine Kinder. Was bringt die beste Veranstaltung,  wenn die Kinder zuhause weinen und ich total gestresst auf mein Handy starre, um Nachrichten vom Babysitter aka meine Große zu lesen. Dieser Druck ausgehen zu müssen,  als Ausgleich zum Mamasein ist einfach nichts für mich, war es auch vor dem Mamasein nicht für mich.

ABER: Der erste Schritt ist getan, ich konnte entspannt einen Film schauen und hatte Spaß dabei, wusste die Kinder sind gut aufgehoben und falls doch was gewesen wäre, war ich nicht zu weit weg. Ab und an wird es also doch mal kinderfrei geben. Und bei jedem Mal wird das Band ein wenig länger. 


Mittwoch, 20. April 2016

Kinderfreundliche Kakteen


All you need:
-runde, glatte Steine in verschiedenen Größen 
-Bastelfarben oder Acrylfarben
-evtl einen weißen Permanentmarker
-Sand
-Blumentöpfchen



Der Rest erklärt sich von selbst.
Steine bemalen, trocknen lassen und mit Pinsel oder weißen Marker die Struktur der Kakteen aufmalen. 
Sand in Töpfchen füllen, Kakteen darin arrangieren und mit unbemalten Steinchen dekorieren.
Fertig.

Viel Spaß beim Nachbasteln.❤