Mittwoch, 30. September 2015

Kürbis-Kokos-Currysuppe



Wärmend in der kalten Jahreszeit und bringt einen wunderbaren Farbtupfer auf den Suppenteller.



Was du brauchst:
Für ca. 6 Portionen

1 Hokkaido Kürbis 
(Butternut geht auch, muss aber geschält werden)
4-5 kleine Kartoffeln
1 Zwiebel
englischen Currypulver
Currywürzpaste
250ml Kokosmilch
Salz, Pfeffer, 
Wasser
etwas zum Anbraten
Pürierstab


Und so gehts:

Kürbis klein schneiden,
Kartoffeln Schälen und würfeln,
Zwiebel schälen und kleinschneiden.
Zwiebeln mit Butter oder Öl glasig anbraten,
Kürbis und Kartoffeln hinzufügen 
und unter ständigem Rühren anbraten.
Wasser hinzufügen, dass alles bedeckt ist 
und nach Geschmack Salz hinzufügen.
Das ganze mit geschlossenem Deckel auf mittlerer Hitze garen lassen.
1 Messerspitze Currypaste dazu 
(wer es scharf mag darf ruhig mehr nehmen)
Currypulver nach Geschmack hinzufügen
ich bevorzuge da etwa einen Teelöffel voll.
Kokosmilch dazu und nochmal gut aufkochen lassen.
Nach Geschmack Pfeffern.
Nun das ganze mit dem Pürierstab zu einer feinen Suppe pürieren.
Fertig.


Dann ab auf einen Suppenteller und guten Appetit.

Am nächsten Tag schmeckt es nochmal so lecker, einfach mit etwas Wasser verdünnen und aufwärmen.


Freitag, 18. September 2015

Mama einfach unverbesserlich


Sentimentalität, das Wort, was mir als erstes einfällt, wenn ich an die momentane Situation bei uns Zuhause denke.

Meine Erstgeborene macht in wenigen Monaten ihren Schulabschluss und in wenigen Tagen geht sie auf Abschlussklassenfahrt für fast eine Woche.
Fünf Tage um genau zu sein. So lange war sie in den fünfzehn Jahren und elf Monaten nie von Zuhause weg. Und dann sind da zig Kilometer zwischen uns, ich kann sie also nicht einfach abholen, wenn sie anruft und Heimweh hat.
Viele werden jetzt lachen und denken, was eine Glucke.
Ja ich bin ein wenig gluckig, was wohl daran liegt, dass mein Baby, welches jetzt kein Baby mehr ist, langsam aber sicher eine erwachsene junge Frau wird.

Auch mein Mädchen wird immer selbstständiger. Sie hat ihren eigenen Kopf, weiß was sie will und noch mehr, was sie nicht will. Sie geht jetzt ein halbes Jahr in den Kindergarten, man merkt, dass nicht mehr nur Mama und Papa die Vorbilder sind. Sie sagt Sätze,  die wir nie so formuliert hätten, manche sind so witzig, man könnte meinen sie hätte schon die ganze Welt gesehen. Das wird sie auch irgendwann, aber sie soll sich doch bitte noch ein wenig Zeit damit lassen, damit ich mich ganz langsam an den Gedanken gewöhnen kann und mit Langsam meine ich Schneckentempo.

Schneckentempo, ein Wort welches das Babymädchen wohl gar nicht kennt, nicht nur, dass sie unglaublich schnell eine Kleidergröße nach der anderen hinter sich lässt, nein der Kinderarzt erzählt fröhlich,  dass sie weit entwickelt ist für ihr Alter. Warum sie es so eilig hat weiß ich leider nicht, aber auch sie könnte sich ruhig etwas mehr Zeit lassen. Ich genieße die letzte Babyzeit, die mir gegeben ist, doch gerade so sehr.

Die Zeit vergeht so unfassbar schnell, man ist nur einen Moment unachtsam und schwupps sind sie ein ganzes Stück gewachsen. Wie Zauberei.
Ja ich bin einfach unverbesserlich und möchte daran auch nichts ändern.
Ich bin eine Mama und ich bin wirklich gerne Mama dieser bezaubernden, kleinen Damen.
Und ich freue mich auf jeden einzelnen Tag mit ihnen und möchte an ihrem Leben teilhaben, solange sie mich lassen. Irgendwie klingt das alles so egoistisch von mir, ich wünsche, dass sie sich nicht so schnell abnabeln, dass sie viel Zeit mit mir verbringen und am liebsten ewig bei mir bleiben. Ja es ist egoistisch aber ich glaube jede Mutter denkt so und solange man den Kindern ihre Freiheit gibt, sie die Welt für sich entdecken lässt darf man ein wenig egoistisch sein.


Man schenkt seinen Kindern Flügel, bringt ihnen das Fliegen bei und lässt sie ziehen und sie kommen immer wieder zurück zu ihren Wurzeln, wo sie geliebt und geborgen aufwachsen konnten.




Donnerstag, 17. September 2015

Gefahren in der Schwangerschaft


Ich habe heute einen Artikel über Alltagsdrogen in der Schwangerschaft gelesen und dachte, ich würde auch gerne ein paar Zeilen dazu schreiben.

Laut Berufsverband der Frauenärzte e.V. konsumieren 80% der deutschen Frauen gelegentlich Alkohol während der Schwangerschaft. Eine Ursache ist, dass die Frauen nicht wissen, dass sie schwanger sind. Eine andere Ursache ist, dass sie die damit verbundenen Risiken unterschätzen.
Pro Jahr kommen allein in Deutschland etwa 2600 Säuglinge mit Fetalem Alkoholsyndrom (FAS) zur Welt.
Wer mehr über die Wirkung von Alkohol auf Emryo und Fötus wissen mag und was FAS genau ist findet auf den Seite Frauenärzte im Netz und bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung viele Informationen darüber.

Alkohol geht direkt ins Blut der Mutter und somit auch dirkt ins Blut des Ungeborenen. Mittlerweile weiß jeder, was Alkohol mit Gehirnzellen macht und die unausgereiften Gehirnzellen von Föten werden noch schneller geschädigt. Geistige und körperliche Fehlbildungen sind die Folgen von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft und dies ist eine häufige Ursache von Behinderungen bei Neugeborenen.
Deshalb sollte in der Schwangerschaft auf Alkohol verzichtet werden.

Auch das Rauchen in der Schwangerschaft ist ein gesundheitliches Risiko für das Ungeborene.
Statistiken beweisen, dass 13% aller Frauen zu Beginn ihrer Schwangerschaft rauchen und nur ein Viertel damit aufhören.
Nikotin ist ein Nervengift und die im Tabakrauch enthaltenen Giftstoffe gehen zu einem großen Teil über die Plazenta in den Blutkreislauf des Ungeborenen und richten Schaden an. Es genügt nicht die Menge der täglichen Zigaretten zu reduzieren, um das Baby ein gesundes Leben zu ermöglichen sollte man das Rauchen komplett einstellen.
Babys rauchender Schwangeren müssen nach der Geburt durch einen Entzug durch, das ist kein schöner Start ins Leben.
Informationen und Hilfe um rauchfrei zu werden findet man auf der Seite Rauchfrei.

Es ist schwer mit unliebsamen Angewohnheiten aufzuhören, besonders Zigaretten sind da ein hartnäckiges Laster, jedoch muss man da nicht alleine durch, es gibt Hilfe, man muss sie sich nur holen, beim Arzt oder Gesundheitszentren. Und es gibt keinen wichtigeren Grund mit dem Rauchen aufzuhören, als die Gesundheit des eigenen Kindes.

Ich weiß dieses Thema ist eigentlich jedem bekannt und spaltet die Meinungen, aber ich finde man kann bestimmte Themen einfach nicht oft genug wieder ins Gedächtnis der Menschen bringen. Das Baby hat ein Recht gesund und ohne Vorbelastungen auf die Welt zu kommen und das ist nunmal die größte Verantwortung der Mutter und ihrer Umgebung.




Montag, 7. September 2015

Eine tragende Sache...



Ich wurde oft schon auf mein Tragetuch oder meine Trage angesprochen.
Viele Komplimente und positive Reaktionen, ein paar negative Erfahrungen musste ich auch einstecken, aber meist sind das Menschen, die eigentlich gar keine Ahnung vom Tragen haben und ohne zu denken daherreden.

Aber oft werde ich gefragt, ob ich beim Binden helfen kann, ob ich es beibringen kann und dazu möchte ich jetzt mal ein paar Worte loswerden, die einigen trage-interessierten Menschen vielleicht helfen eine wichtige Entscheidung zu treffen.

Zuallererst nein ich helfe nicht beim Binden, hab ich nie und werde ich nie, denn ich sehe mich nicht als Profi.
Das ist ja so, als würde man mich fragen, ob ich eine Geburt begleiten kann, da ich schon drei Kinder habe oder ob ich jemandem Autofahren beibringen würde, weil ich einen Führerschein habe.
Nein für diese Tätigkeiten gibt es erfahrene, ausgebildete Profis. Klar, ich könnte es probieren, aber ob es für alle Beteiligten zufriedenstellend wäre bezweifle ich stark.
Ausserdem finde ich es nicht gut Hebammen oder Fahrlehrern die Jobs zu klauen.
Fürs Tragen gibt es auch Profis, Trageberaterinnen.
Sie bringen einem das Tragen bei, so dass man mit gutem Gefühl sein Kind am Körper tragen kann. Sie machen es einem vor, lassen einem dabei soviel Zeit wie nötig. Man übt erstmal mit einer Tragepuppe, somit ist es auch kein Stress für das Baby, denn das kommt erst ins Tuch, wenn man sicher im Umgang ist.
Meine Trageberaterin war super, ich habe unter ihrer Anleitung super schnell binden gelernt. Ausserdem hat sich mich beraten zum Thema Tuch und Tragehilfe, bei der riesen Auswahl, die es gibt hätte ich niemals alleine eine vernünftige Entscheidung treffen können
.
Ich habe schon vor der Trageberatung meine Kinder getragen, aber sie waren nie so gut gebunden wie sie es jetzt sind. Ich hatte Rückenschmerzen und ich denke für die Kinder war es auch nicht so bequem wie heute. Youtube ist eben kein Mensch, der einem auf die Finger schaut und Fehler sofort aufzeigt und hilft diese zu berichtigen.

Im Ernst, ihr wollt doch alle das Beste für eure Kinder, lest Rezensionen bei Produkten, schaut euch die Warentests an. Ist es denn da nicht selbstverständlich auch beim Thema Tragen das Beste für das Baby zu machen und sich das Binden von jemandem zeigen zu lassen, der es gelernt hat, weiß warum welche Stoffbahn wohin muss?

Vielleicht hab ich ja eure Neugierde geweckt, freuen würde es mich.


Falls ihr nun Interesse bekommen habt und wissen wollt, wo es in eurer Nähe Trageberaterinnen gibt, hier werdet ihr fündig:

Lillea.de (aus verschiedenen Trageschulen)
Trageschule Hamburg
Trageschule Dresden

Mittwoch, 2. September 2015

Stillen- (k)eine Wissenschaft für sich.

Stillen, das Beste für dein Baby, vorausgesetzt du und dein Baby fühlt euch dabei wohl.

Stillen mag ja das Natürlichste der Welt sein, doch macht es das nicht zum Einfachsten auf der Welt. Mutter und Kind kennen sich zu Beginn der Stillzeit noch gar nicht wirklich, müssen sich erstmal beschnuppern und kennenlernen und auch die Stilltechnik kommt nicht von alleine. Während Mama die richtige Haltung und das Anlegen lernen muss, muss Baby lernen, dass man nun arbeiten muss um etwas zu trinken zu bekommen, denn die Milch kommt da nicht von ganz alleine raus. Aber es ist ein Prozess, der sich lohnt durchlaufen zu werden, denn Stillen kann wunderbar sein und eine wunderbare Ruhepause im chaotischen Alltag einer Neumama.
Da ist es nun das Baby, ein kleines Bündelchen Leben, welches unbeholfen in unseren Armen liegt und rein gar nichts alleine macht, naja einige Grundfunktionen hat es ja schon.
Benebelt von den tollen Mamahormonen und ganz verliebt in das süße Baby will man dann mit dem Stillen beginnen und landet ganz schnell auf dem kalten Boden der Tatsachen, das geht ja gar nicht so einfach, wie es in der Werbung immer aussieht.
Das Baby weint, verdreht den Kopf, schnappt nach der Brust, kann aber nicht richtig andocken. Mama ist nervös, weiß nicht genau was sie tun soll und nun kommt die dritte Person ins Spiel, meist ist das eine Krankenschwester aus der Klinik, in der man entbunden hat. Danach gibt es zwei Optionen, die eine ist man hat Glück und nach ein wenig Hilfe hat man den Dreh raus und stillt, als hätte man nie etwas anderes getan oder (und das ist leider  nicht selten der Fall) erwischt man eine Schwester, die unter Zeitdruck steht oder zu routiniert "die Sache" erledigt und hat dann zwar das Baby an der Brust, hat aber gar nicht mitbekommen, wie das nun passiert ist.  Kaum dockt das Kind ab steht man dann wieder vor der gleichen Frage wie zuvor.
Da meist Personalmangel herrscht und es dank immer weniger Geburtsstationen immer voller wird auf denen, die noch offen sind, haben die Schwestern nicht die Zeit bei jeder Mama zu sitzen und ihr das Stillen ganz genau zu erklären und zu zeigen.
Aber genau da legt man das Fundament für eine gute Stillbeziehung.
Deshalb kann ich jeder jungen Mama nur raten, sich schon in der Schwangerschaft eine Stillberaterin in ihrer Nähe zu suchen, sei es eine Beraterin der La Leche Liga (kurz LLL) oder eine Beraterin der AFS. Zusätzlich bieten viele Orte Stilltreffen oder Stillcafès an, wo man sich mit anderen Müttern beraten kann und die von Stillberaterinnen geführt werden.
Aller Anfang ist schwer, jedoch nicht unmöglich, denn die Zahl der Frauen, die keine Milch bilden können ist wirklich gering, meist fehlt den Frauen einfach die Unterstützung und Hilfe, damit sie von Anfang an ein gutes und richtiges Gefühl zum Stillen entwickeln. Und genau diese schlechte Unterstützung beraubt Frauen ihre Chance stillen zu können.
Sind die ersten Wochen doch die Wichtigsten.

Wie schon geschrieben, Stillen ist auch eine wunderbare Möglichkeit, im hektischen und anstrengenden Alltag mit Baby, kleine Auszeiten zu genießen. Mit einem Tee, einem kleinen Snack und einem Stillkissen, damit man mehr Armfreiheit hat, kann man die Stillzeiten auch für sich nutzen, denn auch die Mama braucht kleine Pausen.
Diese braucht der Körper für die Milchbildung, denn Stress ist einer der Faktoren, die die Milchbildung hemmen. Ruhepausen sind also wichtig und nützlich. Als Mama bekommt man sowieso wenig Ruhe, da sollte man wirklich nehmen was geht, sei es beim Stillen oder wenn das Baby schläft, sich einfach dazulegen oder eine warme Dusche nehmen, ein Buch lesen, dösen oder oder oder, hauptsache es entspannt.
Was nicht entspannt ist Haushalt und dieser sollte auch in der Anfangszeit keine hohe Priorität haben. Wenn Besuch kommt können diese sich den Kaffee auch selber machen und einfach einen Kuchen mitbringen, Neumamas brauchen nicht backen. Toll auch wenn sie einem ein wenig im Haushalt helfen oder mal mit dem Hund rausgehen. Diese Hilfe sollte man annehmen, sie ist Gold wert und man sollte auch niemals zu stolz sein um Hilfe zu bitten, denn die Anfangszeit ist wichtig und sollte vor allen Dingen zur Bindung von Mama und Baby dienen.

Vorteile des Stillens:
●Du hast die Milch immer sofort bereit, immer verfügbar.
●Temperatur und Zusammensetzung stimmen immer, du musst nichts vorbereiten.
●Du musst weder mit Flaschen hantieren noch musst du diese einpacken, wenn du irgendwohin willst, alles was du zum Stillen brauchst trägst du an deinem Körper.
Das ist ein Zugewinn an Komfort und Unabhängigkeit.
●Zudem ist sie kostenlos.
●Stillen hilft bei der Rückbildung der Gebärmutter.
Dies geschieht durch die Oxytozinausschüttung während des Stillens. Das Hormon Oxytozin bewirkt Kontraktionen in der Gebärmutter, die zur Leerung der Gebärmutterinhalts und deren Verkleinerung führen.

Voraussetzungen für ein optimales Stillen:
Von nichts kommt nichts, deswegen müssen wir dem Körper etwas zuführen,  womit er arbeiten kann, um uns ein erstklassiges Produkt zu produzieren.
Oberstes Gebot ist ausreichend trinken. Mindestens drei Liter am Tag.
Diese sollten im Idealfall aus Wasser, Tee oder Saftschorlen bestehen, jedoch schaden zwei Tassen Kaffee nicht, wenn man diese braucht. Auch mal eine Limo ist keine Sünde.
Was nicht geht ist Alkohol. Diese geht in die Muttermilch über und das schadet dem Baby.

Ausgewogenes Essen ist auch wichtig, ausgewogen heißt gute Nahrungsmittel, viel Obst, Gemüse, Getreideprodukte da ich vegetarisch lebe empfehle ich kein Fisch oder Fleisch, wollt ihr dies essen sollte drUf geachtet werden, dass es gute Qualität hat), aber auch mal was Süßes sollte drin sein. Wer sich gesund ernährt beugt Mangelerscheinungen vor, denn durch das Stillen hat man einen Mehrbedarf. Sollte man diese nicht ausreichend zu sich nehmen ist es zwar nicht schädlich für das Baby, die Zusammensetzung der Milch bleibt immer gut, aber bei der Mutter wird es bemerkbar. Was nicht bedeutet, dass man Diäten halten darf, wenn die Ressourcen an Nährstoffen, Vitaminen und Mineralien im Körper aufgebraucht sind kann auch nichts mehr in die Milch befördert werden und das könnte dann dem Kind in seiner Entwicklung schaden.
Vegetarier und Veganer sollten vermehrt auf die Zufuhr von Eisen, Kalzium und Vitamin B12 achten. Am besten man bespricht das mit seinem Arzt oder der Stillberaterin, damit man keine Unterversorgung des Kindes riskiert.

Mythen und Märchen über das Stillen

"Wenn man stillt kann man nicht schwanger werden."
Wahr ist, dass während dermStillzeit oft die Regelblutung ausbleiben kann, meist liegt das am Vollstillen, das heißt mindestens 5x am Tag für mindestens zehn Minuten stillen. Dabei kann der Eisprung verhindert werden, ist aber kein Muss. Sich darauf verlassen sollte man sich jedoch nicht, ausser man hat nichts gegen einen geringen Altersabstand bei Geschwisterkindern, denn einen Eisprung kann man auch bei einem unregelmäßigen Zyklus haben. Deshalb sollte man auch in der Stillzeit verhüten.

"Man soll maximal vier bis sechs Monate stillen, danach braucht das Baby Brei"
Das ist Unsinn, man darf solange stillen, wie es für Mutter und Kind okay ist, also wenn sich beide wohlfühlen spricht nichts dagegen, weiterzustillen. Im Gegenteil, wenn man früh mit der Beikost startet und dazu noch stillt, bekommt das Baby viele gute Nährstoffe weiterhin über die Muttermilch, auch Antikörper, die Babys vor einigen Krankheiten schützen oder sieleichter verlaufen lassen bekommen sie uüber die Muttermilch.

"Vom Stillen bekommt man hängende, schlaffe Brüste."
Nein. Klar ist, der Körper verändert sich in der Schwangerschaft und Stillzeit. Um den Vorgang im Körper besser zu verstehen, erkläre ich mal was passiert. Die Brust besteht vor der Schwangerschaft aud Fettgewebe, Fett ist leichtgewichtig. Doch während einer Schwangerschaft baut der Körper das Fettgewebe ab, um Platz für Milchdrüsen für die Milchproduktion zu schaffen, diese sind etwas schwerer. Fängt der Körper dann nach der Geburt mit der Milchproduktion an und der Milcheinschuss kommt, sind die Brüste prall, warm u d super schwer, kein Wunder, die Milch wiegt ja auch was.
Nach einigen Tagen regelt sich das und die Produktion der Milch passt sich der Nachfrage an, die Brüste werden wieder weicher und fühlen sich durch die Milch trotzdem schwerer an, als vor der Schwangerschaft.
Nach der Stillzeit bilden sich die Milchdrüsen wieder zurück, dadurch wirkt der Busen dann ziemlich schlaff, aber ganz langsam baut der Körper wieder Fettdepots in der Brust auf, die sie dann wieder füllen. Es dauert einfach seine Zeit.
In der Schwangerschaft schüttet der Körper eine Menge Stoffe aus, die das Bindegewebe weicher werden lassen um die Geburt zu vereinfachen, diese setzt der Körper jedoch nicht lokal ein, sondern am ganzen Körper,  die Haut der Brust wird schlaffer, genau wie an den Oberschenkeln. Ob sich das wieder gibt ist abhängig von der Beschaffenheit des Bindegewebes jeder einzelnen Frau.

"Vom Stillen fallen die Haare aus."
Nein definitiv nicht, auch dies ist eine Folge der Schwangerschaft.
Ich kenne auch Flaschenmamas, die schlimmen Haarausfall hatten.
Der Körper stwllt in der Schwangerschaft unwichtige Funktionen, wie die Bildung und Abstoßung von Haarfolikeln ein, um sich besser um die Entwicklung eines Babys kümmern zu können. Dadurch fallen keine Haare aus und das Haar wirkt wunderbar voll, es bilden sich aber auch keine neuen Haare und da ist der Hund begraben. Kaum hat sich der Hormonhaushalt wieder auf nicht schwanger eingependelt wirft der Körper die Haare, die in der Schwangerschaft hätten ausfallen sollen alle von Bord. Beim Haarewaschen, Kämmen oder auf dem Kopfkissen findet man dann Strähnen von Haaren, die einen verzweifeln lassen, man hat Angst vor einer Glatze.Da der Körper keine neuen Haare gebildet hat in den10 Monaten wird das Haar erstmal ziemlich dünn.
Nach 2-3 Monaten pendelt sich aber auch das wieder ein und neue Haare sprießen auf dem Kopf. Leider siehtman durch die kurzen und langen Haare dann erstmal ein wenig gerupft aus, aber zumindest wachsen sie nach. Bei mir ist diese Phase gerade ganz aktuell und lustigerweise wachsen meine Haare in einer dunkleren Nuance nach, die Natur spinnt.
Abhängig davon, wieviel Haar man hat fällt diese Phase manchen Frauen gar nicht auf.
Sollte es extrem sein und sich länger als ein paar Monate hinziehen, sollte man sich mal beim Arzt durchchecken lassen, vielleicht hat man einen Mangel oder die Hormone spinnen.

"Wenn das Baby Zähne hat muss man abstillen."
Auch hier nein. Man darf auch ruhig weiterstillen, wenn das Baby Zähne hat, warum auch nicht. Jedes Baby bekommt zu einer anderen Zeit Zähne,  jedes Baby ist individuell und hat andere Bedürfnisse.  Solange man sich wohlfühlt ist es vollkommen in Ordnung sein Kind zu stillen, egal wie alt es ist oder wieviele Zähne es hat.

So das waren ein paar Fakten zum Thema Stillen, was ich aber noch anmerken mag, Stillen ist zwar das Beste für das Baby, was jedoch nicht bedeutet, dass Flaschenmilch schlecht ist. Unsere Forschung ist so weit, dass sie ein Produkt herstellen können, mit dem Babys auch ohne Muttermilch gesund und glücklich ernähren zu können. Flaschenmilch ist die zweitbeste Wahl, in manchen Fällen sogar die bessere Wahl.
Mamas, die die Flasche geben sind keine schlechteren Mamas, genau wie stillende Mütternicht die besseren Mamas sind. Leider wird da jedoch noch sehr viel diskutiert und viele Mütter meinen in Konkurrenz miteinander zu stehen. Wie immer kan  ich nur sagen bzw schreiben, das Konkurrenzdenken und Vergleiche vollkommen unproduktiv sind, sie haben weder einen Nutzen für die Mutter, noch für das Kind.
Am meisten profitieren Mütter von einem respektvollen Miteinander voller Toleranz und Akzeptanz.



Nochmal in Kurzfassung:

●Stillen ist das Beste für dein Baby, vorausgesetzt es klappt und man fühlt sich wohl dabei
●Stillen ist keine Wissenschaft, jedoch muss es erlernt werden, von Mutter und Kind.
●Eine Stillberatung ist eine super Sache und man sollte sich nicht scheuen Hilfe und
  Beratung zu suchen.
●Gesunde Ernährung und ausreichend Trinken sind das A und O
●Stillen ist super, abwr auch Flaschenmamas sind super


Viel Freude mit euren Babys ♡



Dienstag, 1. September 2015

Mamas und der Schlaf...


Das Baby liegt auf meinem Kopfkissen, leicht erhöht, damit es besser atmen kann, im Nebenzimmer höre ich mein kleines Mädchen husten und im Schlaf immer mal wieder wimmern.
Sie tun mir so unendlich leid. Sie sind erkältet.
Ich versuche mein Bestes, das Baby bei Laune zu halten, damit sie mit ihrer wirklich lauten Stimme nicht das ganze Haus weckt, vorallem nicht den Papa, er muss morgen arbeiten.
Eigentlich bin ich müde, hundemüde. Letzte Woche hatte ich drei schlaflose Nächte, dank dem ersten Zähnchen, jetzt ist es ein Schnupfen, der sein Unwesen hier treibt.

Ich mag es nicht, wenn meine Babys krank sind, da ich sie nicht leiden sehen kann und das tun sie, vorallem nachts.
Ich hab dann Mitleid mit dem kranken Kind bzw den kranken Kindern, sie stecken sich gern gegenseitig an. Ich versuche Rücksicht auf den Papa und die große Schwester zu nehmen, diese wird nie krank, hat sie ein Glück. Die Nachbarn spuken mir auch im Kopf rum, da das Babylein so laut meckern kann, das glaubt man gar nicht.
Manchmal frag ich mich, ob das Einbildung ist, aber andere Babys sind definitiv nicht so laut und in anderen Momenten rätsel ich, ob das von der Natur gegeben ist, dass die Geschwisterkinder immer lauter werden, damit sie im Alltagschaos bemerkt werden und nicht zu kurz kommen. Wer weiß.
Und während ich so meinen Gedanken nachhänge werden meine Augen schwerer und schwerer, neben mir das summende Baby, welches mit einem Schneewittchen PEZ-Spender spielt. Alleine deswegen sollte ich wach bleiben, es ist eigentlich kein Spielzeug für Babys, aber es war das einzig greifbare, was sie ruhigstellte.
Ich schaue immer wieder auf die Uhr, drei Uhr, halb vier...die Zeit verfliegt, die Nacht ist bald vorbei und die Kinder werden morgen verschnupft aber aufgedreht, das Haus auf den Kopf stellen, während ich mich fühle, als hätte man mich mehrfach wiedergekäut.
In solchen Momenten bereue ich es, dass ich kein Kaffee mag.

Nach einigen Tagen ist der Spuk meist vorbei, die Kinder sind wieder gesund und schlafen wieder gut, ich muss mir keine Gedanken um die anderen Familienmitglieder oder Hausnachbarn machen. Ich schlafe dann auch mal wieder länger als 2 oder 3 Stunden, aber auf meinem Schlafzettel bzw Wachzettel sind unglaublich viele Überstunden, die abgeschlafen werden müssen, aber wohl niemals werden.

Wir haben gleich vier Uhr, eine furchtbare Uhrzeit, viel zu nah schon am Morgen.
Ich schaue meinem Baby zu, wie sie glücklich und zufrieden mit dem PEZ-Spender über das Bett kullert und werde mit einem wunderbaren Lächeln belohnt.
Wie tut das gut, gibt einem nochmal so einen Schub, noch etwas wach zu bleiben...

Aber bitte nicht mehr lange. ♡