Mittwoch, 29. Juli 2015

The Walking Dad - Mombie Apokalypse


Ihre Haut ist fahl, matt und blass. Dunkle Schatten umspielen die kleinen, blutunterlaufenen, müden Augen. Mit schweren schlurfenden Schritten bewegen sie sich durch die Straßen der noch schlafenden Stadt. Leise hört man sie ächzen und stöhnen...

Während die einen jetzt an einen unterhaltsamen Horrorstreifen denken, werden die anderen an etwas anderes denken und innerlich erschaudern und genau das meine ich auch:
Eltern ohne Schlaf.
Das Baby wuselt unruhig im Bett umher, festhalten und schaukeln bringt nichts.
Schnuller in den Mund stecken bringt nichts.
Einschlafstillen bringt nichts.
Plötzlich ruhe, es schläft. Man macht die Augen zu und gleitet langsam in den so dringend nötigen Schlaf. Tut das gut...nicht. Das Baby wuselt wieder, fängt an zu meckern.
Mist, nochmal alles von vorne.
"Schatz du bist jetzt dran."
Selbes Szenario, anderer Darsteller.
Das Baby will nicht schlafen.
Verzweiflung macht sich breit, schließlich ist es schon die gefühlt hundertste Nacht in Folge. Ist das Baby überhaupt schon hundert Nächte alt? Keine Ahnung, zu müde zum Rechnen.
Frische Luft macht müde. Baby anziehen, in den Kinderwagen/Babytrage/Tragetuch und ab hinaus an die Luft.
Es nieselt. Egal.
Es ist noch dunkel, die Straßen sind leer, es wird also niemand merken, dass hier jemand mit Schlafanzug durch die Gegend irrt.
Baby wird ruhig und langsam fällt es in einen tiefen, schlummrigen Schlaf.
Nach Hause ist es nicht mehr weit.
Es wird schon hell, Vögel singen schon ihren Morgengruß.
Zurück im Haus, schnell die Schuhe aus, Baby ins Bett und raus aus dem feuchten Schlafanzug.
Und nun endlich Schlafen...QUIIIIIIIIIIEEEEETSCH!!!
Wer hat die Badeente vor dem Bett liegen lassen.
Baby wacht auf und lächelt.
Zeit zum Aufstehen.
"Schatz du bist dran."


In diesem Sinne wünsche ich allen Eltern dieser Welt eine gute Nacht.

Wer die Wahl hat... Namenssuche

Eines der wohl wichtigsten Entscheidungen, die man während der Schwangerschaft, jedoch spätestens nach der Geburt, treffen muss, ist die Wahl des Namens.

Für die werdenden Eltern manchmal gar nicht so einfach und oft ein Grund für heiße Diskussionen. Nicht nur für die Eltern selbst, auch Familie und Freunde geben gerne ihre Meinung preis und wollen einen überzeugen,  dass ihr Wunschname der Bessere ist.

In meinen letzten beiden Schwangerschaften habe ich es unterschiedlich gehandhabt und wirklich interessante Erfahrungen gemacht.
Beim mittleren Mädchen wussten alle, welches Geschlecht sie haben wird, als wir es erfuhren. Wir haben es erst spät sehen können und hatten schon zuvor eine Odyssee durchgemacht, was Namenslisten und Namensvorschläge anging.
Durch das feststehende Geschlecht, gab es zwar dann nur noch Mädchennamen,  die einem von Morgens bis Abends im Kopf herumschwirrten, jedoch war es für Verwandte und Freunde nochmal ein Anreiz uns mehr bei der Findung des Namens zu unterstützen.
Als wir uns für einen Namen entschieden hatten und dieser wirklich feststand wurde der Name von den Meisten angenommen und gemocht, Manche mochten ihn nicht und erzählten,  dass sie jemanden kennen, die so heißt und diese sehr unsympatisch/doof/besserwisserisch usw. war, damit muss man lernen umzugehen, damit einem der Name dann plötzlich doch nicht mehr gefällt.

Bei meiner letzten Schwangerschaft habe ich mir das Geschlecht nicht sagen lassen, einerseits, da es eine tolle Überraschung ist, wenn man es vorher nicht weiß und weil es somit weniger extrem mit den Namensvorschlägen werden sollte. Wenn jemand fragte, sagten wir, wir lassen uns überraschen und entscheiden dann.
Eine Liste hatten wir dennoch und es gab auch einige Unstimmigkeiten beim Jungenname, bis uns der perfekte Name einfiel, aber es war insgesamt viel entspannter als vorher.
Bei manchen Menschen hatte ich das Gefühl,  sie glaubten uns nicht, dass wir das Geschlecht nicht wussten, fand das aber nicht schlimm, darf ja jeder denken was er will.
In den Kreißsaal gingen wir letztendlich mit je zwei Namenskombinationen für Junge und Mädchen und raus kamen wir mit einem Namen, der eindeutig zu unserem kleinen Mädchen passte.

Auch entscheidend bei der Namenswahl ist die Tatsache, das Kind muss ein Leben lang mit diesem Namen leben, es muss sich damit vorstellen, wird damit gerufen und muss sich damit identifizieren können.  Die meisten Menschen haben eine Phase im Leben, an dem sie ihren Namen nicht leiden können,  da er langweilig ist oder sie einen anderen Namen im Hinterkopf haben, der ihnen besser gefallen würde.  Das sind jedoch nur Phasen.
Schlimmer ist es, wenn ein Elternpaar ganz außergewöhnlich sein mag und dies durch den Namen des Kindes Ausdruck verleihen will. Wenn dann der Name so außergewöhnlich ist, dass das Kind gehänselt wird und darunter leidet. Manchmal sollte man dies vorher überlegen.
Braucht ein Kind mit einem klassischen, deutschen Nachnamen einen amerikanischen Modenamen? Meiner Meinung nach müssen Vor- und Nachnamen zusammen harmonieren und wohlklingen.
Namen, die in Kombination mit dem Nachnamen, witzige Bedeutungen erlangen sollten auch nicht gewählt werden, denn wer mag schon Axel Schweiss, Rosa Schlüpfer oder Hans Wurst genannt werden?
Und dann gibt es die Namen, die mit Ach und Krach unbedingt beim Standesamt durchgeboxt werden müssen. Namen, die später dem Kind es schwer machen werden, ernst genommen zu werden, wie zum Beispiel Popo Ikea Schokominza oder Dee-Jay Siebenstern. Alles vom Standesamt genehmigte Namen (von mir jedoch individuell zusammengestellt), aber ob ein Kind damit glücklich wird?
Individualität ist ja schön und gut, jedoch sollte es Grenzen geben und vor allem sollte es nicht zu Lasten des Kindes gehen.

In Büchern und Internet kann man sich wunderbar informieren, was für Namen es alles gibt, was sie bedeuten und woher sie stammen, auch findet man tolle Vorschläge für schöne Doppelnamen, welche man harmonisch kombinieren kann.
Hat man sich einen Namen ausgesucht, sollte man ihn oft mal laut ausrufen, zusammen mit dem Nachnamen, auch ruhig den Namen kritisch beäugen. So findet man ganz sicher den perfekten Namen für sein Kind.

Viel Freude dabei!





Montag, 27. Juli 2015

Schmutzige Geschäfte im Kindergarten...


Ich komme in den Kindergarten, um meine Tochter abzuholen, schon von weitem sehe ich, wie mich die Erzieherin entdeckt hat und und durch den Garten auf mich zusteuert. Entschuldigend schaut sie mich an und stottert was von, es tue ihr leid, die Maus war nicht abzuhalten, sie sei sofort auf Wasser und Blumenbeet losgesprungen. So panisch, wie die Erzieherin ist, wird mir mulmig zumute. Hat mein Kind etwa eine Giftpflanzensuppe gekocht und gegessen? Unmöglich, Giftpflanzen gibt es im Kindergarten nicht.
Aber was ist denn dann passiert?
Dann seh ich mein kleines Schätzchen auf mich zugerannt kommen, mit leuchtenden Augen und einem Lächeln von einem Ohr zum anderen Ohr. Ein gesundes, munteres Mädchen, welches wohl viel Spaß im Garten hatte, denn sie ist von Kopf bis Fuß in einer Sand-Matsch-Panade eingeschmiert. Kindergarten-Fango.
Die Erzieherin entschuldigt sich wieder, es tue ihr so leid, dass mein Kind so schmutzig geworden ist, sie hat gar nicht so schnell gucken können,  wie meine Maus sich eingesaut hat.
Ich muss lachen, das ist also das Problem? Ein schmutziges Kind?
Ich winke ab, erkläre ihr, dass wir eine Waschmaschine haben und ich mich einfach nur freue, dass mein Mädchen so viel Spaß gehabt hat und haben darf.
Die Erzieherin wirkt erleichtert, sagt, dass sie gerne mehr Eltern hätte,  die da so entspannt sind.
Die selbe Situation hatte ich in den letzten Monaten noch mit zwei anderen Erzieherinnen, selbst mit der Kindergartenleitung.

Als ich dann so über die Reaktionen der Erzieherinnen nachgedacht habe, habe ich mich gefragt, ob das wirklich so extrem ist. Dürfen Kinder sich heute nicht mehr schmutzig machen?
Ich habe es als Kind geliebt auf der Wiese zu rollen, Matschsuppen zu kochen, mit allerlei Einlagen, die im Garten zu finden waren. Ich sah danach aus wie ein glückliches Ferkelchen nach einem Schlammbad. Ich kann mich nicht erinnern, dass es jemals Thema war, ich durfte mich wohl schmutzig machen.

Kinder experimentieren gerne, sie forschen, entdecken, untersuchen auf ihre eigene kindliche Art und Weise,  so erfahren und begreifen sie die Natur.
Ihnen diese Erlebnisse zu verbieten, um die Wäsche sauber zu halten finde ich falsch. Kinder dürfen und sollen sich schmutzig machen, sie sollen frei und ungezwungen spielen und sich keine Gedanken darüber machen, ob die Kleidung Flecken bekommt.
Deshalb gibt es bei uns auch nur kinderfreundliche Kleidung für den Kindergarten, die die Bewegungsfreiheit nicht einschränken und sich problemlos waschen lassen, egal wie verschmutzt sie sind. Ich fahre gut mit dieser Methode und mein Kind freut sich.

So hab ich mir mein paniertes, glückliches Mädchen geschnappt und habe mir auf dem Heimweg ganz genau erzählen lassen, was sie heute tolles gemacht hat.



Freitag, 24. Juli 2015

Schübe, wenn das Baby verrückt spielt...


Da hat man sich eingelebt mit dem Nachwuchs, alles pendelt sich ein und plötzlich ist wieder alles fremd, anstrengend und man weiß nicht, ob man seinem Baby gerecht wird.
Viele sprechen dann von den sogenannten Wachstumsschüben.

Komischerweise gibt es zwei verschiedene Schubzeiten, hier bei uns in Deutschland eine mit acht Schüben und dann noch im englischen und französischen Sprachraum eine andere mit zehn.

Ich zähle die Schübe mal auf und was dabei passiert.

1. Schub in der 5. Lebenswoche (eng/fr 5. LW)
Das Baby wird weinerlicher, mag viel Körperkontakt und öfter stillen.
Meist plagen wunde Brustwarzen die Mütter und das Stillen tut weh. Jetzt sollte man nochmal genau schauen, dass man richtig anlegt und oft die Stillposition ändern, um die wunden Stellen zu entlasten.
Nach dem Schub können die Babys besser sehen und hören, ihre Wahrnehmung wird stärker.

2. Schub in der 8. Lebenswoche (eng/fr 8. LW)
Das Baby fängt leicht an zu fremdeln, wenn Fremde in den Raum kommen, werden sie mit Weinen begrüßt oder besser vertrieben. Am Wohlsten fühlt es sich nah bei Mama und Papa.
Das Baby mag kräftige Farben und schaut sich diese gerne an. Es beginnt bewusst zu nuckeln, ob an Daumen oder Brust oder dem Schnuffeltuch, ganz egal, Hauptsache Beruhigung.

3. Schub in der 12. Lebenswoche (eng/fr 12. LW)
Wieder will das Baby mehr stillen, der Magen wird größer und das Baby braucht mehr um satt zu werden. Die Nachfrage regelt das Angebot, umso mehr man anlegt, desto eher pendelt sich der größere Milchbedarf ein. Viele Mamas stillen in dieser Zeit ab, da sie glauben ihr Baby nicht satt zu bekommen, aber das ist nicht so, man braucht nur Geduld und muss sich die Zeit nehmen und anlegen, anlegen, anlegen.

4. Schub in der 19. Lebenswoche (eng/fr 15 LW)
Das Baby wächst viel, es wird einen Sprung in der Kleidergröße machen.
Begleitet wird das mit unruhigen Nächten und ständigem Hunger.
Es wird aufmerksamer und reagiert auf Mama und Papa mit Lachen.


5. Schub in der 26. Lebenswoche (eng/fr 23+29 LW)
Ein großer Schub, der nicht ganz so anstrengend wird, aber viele neue Fähigkeiten
wie Drehen, Krabbelübungen, Brabbeln und kurze Beschäftigung alleine mit sich bringt.

6. Schub in der 37. Lebenswoche (eng/fr 34 LW)
Viele Babys fangen nach diesem Schub an zu krabbeln, aber man sollte sich keine Gedanken machen, wenn es das eigene Kind nicht auch macht, jedes Kind hat seine eigene Zeit und diese sollte man ihm auch geben. Sie lernen jetzt auch das Verständnis für Ja und Nein, jedoch lachen sie anfangs meist nur darüber.

7. Schub in der 47. Lebenswoche (eng/fr 42 LW)
Wutanfälle machen Eltern und Baby das Leben schwer, jedoch ist es eine ganz normale Reaktion von Babys, da sie sich einfach noch nicht richtig ausdrücken können oder das tun können,  was sie gerne wollen.

8. Schub in der 55. Lebenswoche (eng/fr 51+60 LW)
Das Baby bzw jetzt Kleinkind muss mit seinen Launen kämpfen, von himmelhoch Jauchzend bis traurig und betrübt in wenigen Minuten im Wechsel. Es wird wieder gefremdelt und stark an Mama und Papa geklammert.
Und viele Kinder lernen nun das Laufen, nicht alle, denn wie schon erwähnt hat jedes Kind seine eigene innere Uhr und diese ticken nunmal unterschiedlich.

So das waren die sogenannten Schübe.  Früher wenn Mütter von ihnen sprachen habe ich mich immer gefragt, warum sie so einen Aberglauben Aufmerksamkeit schenken, ich hatte zwei Kinder, ohne jemals einen Schub zu bemerken, durch diese Zeit begleitet. Mit Kind Nummer drei habe ich aber gemerkt, dass diese Schübe doch nicht so ein Aberglauben sind, wie ich dachte. Babymädchens Verhalten passt ganz genau zu den Schüben.
Schon komisch, Babys sind so unterschiedlich und irgendwie doch ziemlich gleich und irgendwie auch nicht. Was eine verwirrende Aussage. Aber Schübe sind verwirrend.



Hitzegefahr im Auto

Sommer, Sonnenschein, eigentlich Dingee wir fast ausschließlich mit positiven Sachen assoziieren. Eigentlich.
Wären da nicht Hitzewellen, Verbrennungen und Hitzeschäden, durch Dehydrierung oder Überhitzung. 

Jedes Jahr sterben Kinder an den Folgen einer Überhitzung im Auto, da sie entweder dort vergessen wurden oder nur kurz im Auto zurückgelassen wurden, um schnelle Besorgungen zu machen. Egal weshalb, ein Kind im Auto zu lassen kann fatale Folgen haben. Es kann dem Kind das Leben kosten!

Abhängig der Außentemperatur,  kann sich schon nach wenigen Minuten eine lebensbedrohliche Temperatur im Auto entwickeln und das Kind stirbt qualvoll an Organversagen durch Überhitzung und Dehydrierung.


Bei einer Körpertemperatur von 42 Grad Celsius versagt der menschliche Organismus, anhand der Tabelle sieht man wie schnell sich diese Temperatur entwickeln kann.
Kinder können wegen ihrer Anatomie, ihrer Kleidung und des Kindersitzes die Wärme nicht so gut ausgleichen wie wir Erwachsenen und sind deshalb schneller gefährdet Schaden zu nehmen.

Wie reagieren, wenn man ein eingeschlossenes Kind in einem Auto entdeckt?

Kontrolliere den Zustand des Kindes, ist es ansprechbar, reagiert es?
Beherztes Eingreifen kann Leben retten, wenn das Kind nicht reagiert darf man im Rahmen der Nothilfe vorsichtig die Scheibe einschlagen. Vorsichtig bedeutet eine Scheibe zu wählen,  bei der beim Einschlagen, das Kind nicht noch zusätzlich verletzt wird. 
Notruf nicht vergessen, sie werden dir am Telefon sagen, wie du dich weiterhin zu verhalten hast.

Sollte das Kind ansprechbar sein und lediglich die Tür oder das Fenster nicht selbst öffnen können, dann rufe die Polizei oder den Notruf.
Bleibe bitte beim Kind, bis Hilfe eintrifft.

Selbst wenn ein Fenster einen Spalt offen ist, gewährleistet das keine vernünftige Luftzirkulation. Bitte lasst eure Kinder nicht alleine im Auto, ganz egal aus welchem Grund, nichts kann so schlimm sein, wie ein totes Kind!

Ich hoffe, dass eines Tages es sich einfach in allen Köpfen fest verankert hat, dass man 
Kinder nicht im Auto zurücklassen darf.
Ich wünsche mir viel mehr Aufklärung, Warnschilder an großen Parkplätzen, regelmäßige Aufrufe im Radio und harte Strafen, falls es trotzdem gemacht wird.

Liebe Eltern, ich weiß euer Alltag ist stressig! Dennoch, wir sind alle Menschen und haben Fehler, manche Fehler kann man jedoch vermeiden. Haltet nochmal inne, bevor ihr aus dem Auto steigt, habt ihr vielleicht was vergessen? Nutzt den Moment nochmal durchzuatmen, dabei sich zu vergewissern, dass wirklich kein Kind mehr im Auto ist, sondern in der Betreuung abgegeben wurde. Nehmt eure Kinder mit in den Supermarkt, klar ist es uumständlich mit Kind kurz einzukaufen und dauert in der Regel etwas länger, aber es ist weniger Kummer, als ein totes Kind.

Liebe Mitmenschen, seht nicht weg, wenn ihr hilflose Lebewesen (Lebewesen, da ich auch Hunde mit einbeziehen mag) im Auto eingesperrt auffindet, zeigt Zivilcourage und helft  ihnen.

Bitte teilt diesen Beitrag, helft mit dieses Wissen in alle Köpfe zu pflanzen und dort fest zu verankern.




Montag, 20. Juli 2015

Wer die Wahl hat... Taufpaten



Manche Entscheidungen im Leben, die man für seine Kinder treffen muss, sollte man sehr genau überdenken,  bevor man sie endgültig trifft.
Eine dieser Entscheidungen ist der Taufpate/die Taufpatin.

Ich kann natürlich nur von meinen Erfahrungen sprechen und jeder hat andere Erwartungen an die Patenschaft für seine Kinder, aber hier geht es ja um uns und das Thema war hier grad wieder aktuell, deshalb will ich mal meine Gedanken dazu loswerden.

Für mich muss ein Pate nicht zwangsläufig aus der Familie kommen, viele wählen ja ihre Geschwister oder andere enge Verwandten, denn für mich ist Familie keine Garantie dafür,  dass man ein guter Pate ist, was nicht heißt,  dass ich dagegen wäre einen Paten aus der Familie zu suchen, wenn es passt, würde ich auch in der Verwandschaft suchen, für mich ist es einfach kein Muss..
Sie werden mit der Patenschafft sowieso ein Teil der Familie.
Ich erwarte von den Paten meiner Kinder, dass sie für meine Sprösslinge eine Vertrauensperson sind und gerne mit ihnen Zeit verbringen. Sie sollen sie gern haben und ihnen vermiteln, dass sie, neben den Eltern, noch jemanden haben, dem sie vertrauen können, egal um was es geht und sie ernst nehmen, wenn sie zu ihnen kommen.
Zu meinen Kriterien gehört,  dass sie großes Interesse an den Kindern haben und dies nicht nur am Anfang, denn eine Patenschaft ist für mich eine lebenslange Verbindung.
Es geht nicht um große Geschenke und Sparanlagen für das Kind, es geht um Präsenz im Leben des Kindes, nicht nur an Geburtstagen und Feiertagen. Wenn das Kind alt genug ist, sollte der Pate sich auch mal Zeit nehmen, mit dem Kind alleine was zu unternehmen, um die Bindung nicht nur mit Anwesenheit der Eltern zu haben. Wichtig ist mir, dass sie auch einen kleinen Beitrag in der Erziehung leisten, aber dabei mit den Eltern an einem Strang ziehen, die Erziehung quasi optimieren, vervollständigen,  jedoch gerne auch ehrlich und offen sind und ihre Meinung sagen, wenn sie in Erziehungsfragen eine bessere Lösung für eine bestimmte Situation haben.
Mir war wichtig, dass ich diesen Personen meine Kinder anvertrauen könnte, ohne dabei irgendwelche Zweifel zu haben. Und selbst wenn ich als Elternteil, weshalb auch immer, irgendwann keinen Kontakt mehr zu dem Paten habe, er sich trotzdem um mein Kind bemühen sollte.

Bei uns fiel die Wahl auf enge Freunde, die schon während der Schwangerschaften eine große Hilfe waren und regelmäßig bei uns waren. Wir freuen uns, wenn sie vorbeikommen und wie sie mit den Kindern umgehen. Aber das Wichtigste, die Kinder mögen sie gerne.



Mittwoch, 15. Juli 2015

Es gibt keinen Ersatz für Hebammen.


In einem Moment der Angst, der Panik und der Hilflosigkeit war sie für mich da.
In einem Moment, wo mir weder ein Arzt zur Verfügung stand, noch eine Krankenkasse meine Fragen beantworten konnte.
Sie nahm mir die Angst, gab mir Zuversicht und ebnete somit meinen Weg eine selbstbestimmte, glückliche und gute Mutter zu sein, meine Hebamme.

Zur Zeit sieht es schwarz aus für Deutschland und die Hebammen, die hier praktizieren, ihnen wird es schwer bis unmöglich gemacht ihren Beruf auszuüben und somit wird es Schwangeren und jungen Müttern schwer gemacht, eine selbstbestimmte Schwangerschaft und Geburt zu erleben und eine kompetente Ansprechpartnerin in Sachen Schwangerschaft, Entbindung und Babypflege zu haben.
Wir brauchen unsere Hebammen!

Hier ein Brief einer Hebamme, die durch ihre erste Schwangerschaft, die Situation aus der Sicht einer Schwangeren und einer Hebamme sieht und ihre Gedanken gerne teilen mag:

-Es vergeht für mich als Hebamme kein Tag, an dem ich nicht gefragt werde, ab wann ich denn arbeitslos bin oder „wie das ist mit der Versicherung". Oder mal so Kommentaren wie „haben wir früher auch nicht gebraucht".

Wie geht man damit um?

Eigentlich geht's mir gut. Ich arbeite nur zu einem sehr kleinen Teil freiberuflich und bin über eine Versicherung versichert, die bis jetzt noch nicht hat verlauten lassen, dass sie aussteigt. Das heißt für mich, dass ich weiterhin Schwangere betreuen kann, Frauen im Wochenbett besuche und weiterhin Kurse gebe.

Allerdings kommt eine Besonderheit dazu: ich bin schwanger. Natürlich plant man, als Hebamme, also ich zumindest, seine Schwangerschaft und Geburt mindestens genauso traumhaft wie seine eigene Hochzeit. Damit stehe ich jetzt vor denselben Problemen wie 1000 andere Schwangere im Deutschland. Für mich steht seit dem positiven Test fest, wo das Kind geboren werden soll: zu Hause - in meiner Vertrauten Umgebung, bestens begleitet durch meinen Mann und ZWEI HEBAMMEN (Wo gibt's das schon?) in der 7.SSW habe ich dafür die letzte Hebamme im Main-Kinzig-Kreis angerufen die noch Hausgeburten betreut - und Glück gehabt. Der Termin fällt in den November, der Oktober ist schon voll sagt sie.

Mit der Zusage für eine Hausgeburt, habe ich dasselbe ominöse tolle Gefühl, wie wenn dein Schwarm dich mit zum Schulball nehmen würde. Ein kleiner Wehmutstropfen schwingt natürlich mit. Der GKV Spitzenverband möchte gerne einen Risikokatalog einführen indem bestimmte Kriterien für die „Zulassung" einer Hausgeburt geregelt sind: Blutungen, Überschreitung des errechneten Termins, etc... in Absprache mit dem niedergelassenen Frauenarzt und der Hebamme... da fehlt mir irgendwie was? Wo bleibt eigentlich die Frau? Die sollte wegen des Sicherheitsrisikos nicht mit in die Entscheidung miteinbezogen werden, zumal sie ja eigentlich nix kann und nix weiß, außer schwanger sein und sich führen lassen... Sollte dieser Katalog eingeführt werden, hängt meine Hebamme augenblicklich alles an den Haken, bedeutet für mich, dass ich mir eine „nette" Klinik suche und dort versuche in Ruhe, mit einer netten Kollegin, mein Kind zu bekommen.

DAS macht mir im Moment mehr Sorgen, als meine eigene Zukunft. Ich glaube nicht an unsere Abschaffung. Warum? Kann ich nicht in Worte fassen. Vielleicht denke ich immer noch, dass Deutschland doch nicht so doof sein kann.

Beflügelt von dieser Zusage zur Hausgeburt bin ich also weiter schwanger. WOW.

Jetzt mache ich mir Gedanken um die Schwangerenbetreuung. Ich treffe mich regelmäßig mit meiner Frauenärztin. Am Anfang ist das doch ganz nett. Wenn man noch keine Kindsbewegungen spürt, tut es gut das kleine „Strampelchen" in schwarz-weiß auf einem Ultraschall zu sehen. Auch mit Untersuchungen lässt sie mich vorerst in Ruhe. Ohnehin sehe ich sie pro Termin ca. 10 min wenn's hochkommt. U - Stixe und Blutruck messen, sowie das Wiegen übernehmen die netten, freundlichen Arzthelferinnen. Etwas was ich im Zuge meiner Schwangerenbetreuung übrigens zu Hause mache, nur ohne Ultraschall, der ist nämlich nur dreimal vorgesehen.

Ab der 16. SSW spüre ich mein Kind ziemlich deutlich. Keine „Blähgefühle" oder „Schmetterlingsflügelschläge" nein. Mein Kind verpasst mir eines Montagabends beim Fernsehen einen deutlichen Tritt. Wahnsinn. Seitdem muss ich lediglich meine Hände auf den Bauch legen oder mit meinem Kind sprechen und bekomme gleich eine „eurithmische" Antwort. Ich mache mir keine Sorgen um Beruf und Politik. Es geht mir blendend.

Ich arbeite zur Zeit nicht mehr, da ich ein Berufsverbot ausgesprochen bekommen habe. Also bin ich schwanger und genieße das in vollen Zügen. Ich hab Zeit für Geburtsvorbereitung und Gymnastik, gehe regelmäßig schwimmen und spazieren.

Dann kommt gestern. Der große 20 Wochen Ultraschalltermin, BabyTÜV, wie mein Mann sagt. Wie mir mein Bauchgefühl schon verraten hat, geht's meinem Baby prima. Liegt schon mit dem Köpfchen nach unten und wehrt sich energisch gegen den Schallkopf. Alles zeitgerecht entwickelt und auf der mittleren Perzentile.

Nachdem Ultraschall geht's um die weitere Terminabsprache. Meine Frauenärztin möchte mich in vier Wochen sehen, zum Zuckertest. Ich habe mich vorher eingehend damit beschäftigt und beschlossen den Zuckertest nicht zu machen. Außerdem möchte ich ab jetzt meine Hebamme sehen, bis zur Geburt.

Da reagiert meine Frauenärztin aufgebracht und beleidigend. Sie wirft mir vor, verantwortungslos zu handeln und meine Kind für den Rest seines Lebens Risiken wie Herzinfarkt und Schlaganfall auszusetzen. Ich bin zwar perplex über die Reaktion, aber ich bleibe standhaft. Argumente möchte sie von mir hören. Die liefere ich ihr nicht, erstens sind sie mir wegen der unerwarteten Abfuhr entfallen und zweitens muss ich das nicht.

Sie gibt mir einen Termin und eine Uhrzeit in 4 Wochen, missachtet damit meinen Wunsch, ab jetzt meine Hebamme zu sehen und wir verlassen die Praxis.

Ich ärgere mich, den ganzen Tag und mache mir Gedanken um mein Handeln. Bis um 9 Uhr war ich nämlich der festen Überzeugung zu 100% das Richtige zu tun. Gegen Nachmittag habe ich mich gefangen, ich beschließe nicht weiter zu meiner Frauenärztin zu gehen. Ich hole mir den Zuspruch von meiner Hebamme, die wie geplant jetzt die restliche Schwangerenbetreuung übernimmt.

Jetzt mache ich mir Gedanken um die Zukunft. Sie sind nicht immer gut. Ich bin Hebamme. Ich bin kompetent. Ich bin aber auch schwanger und werdende Mutter. Fachfrau für meine Schwangerschaft.

Wie soll das denn in Zukunft weitergehen, wenn den Frauen ab positivem Test die Mündigkeit abgesprochen wird? Was für Alternativen hält Deutschland für uns bereit? Wird jede Frau die sich gegen die eine oder andere Untersuchung ausspricht, als verantwortungslos dargestellt?

Muss ich mir weiter anhören, wie mutig ich bin, weil ich mein Kind zu Hause bekommen möchte? Wer steht uns bei solchen Entscheidungen ab nächsten Juli bei, wenn es uns Hebammen nicht mehr außerhalb der Klinik geben soll? Ich glaube immer noch nicht an ein „AUS" ich habe eine gute Hebamme, die genau weiß wie sie mit mir spricht. Sie nimmt mir meine Ängste.

Was passiert wenn wir irgendwann das was, mir passiert ist, als normal ansehen, nur weil es keiner anders kennt oder dir einen Denkanstoß gibt?

Deutschland wach auf. Lass dir Deine Hebammen nicht nehmen!-



Ich möchte mir meine Hebamme selbst wählen, ich möchte den Geburtsort meines Kindes selbst bestimmen, ich möchte den Geburtsverlauf selbst beeinflussen, dafür brauchen wir Hebammen. Sie helfen uns, unsere Wünsche umzusetzen, nun brauchen sie unsere Hilfe.


Und ich möchte meiner Hebamme sagen, wie dankbar ich bin, ihre Unterstützung gehabt zu haben.


Samstag, 11. Juli 2015

Von den ersten letzten Malen...


"Mama, ich brauch ein Pflaster." Mit großen Kullertränen in den Augen steht sie vor mir und präsentiert ihr blutiges Knie. Mit einem Pflaster für die Wunde und einer dicken Umarmung gegen die Tränen, zaubere ich ihr wieder ein Lächeln ins Gesicht.

Große leuchtende Kinderaugen vorm Weihnachtsbaum, die Zeit, indem der Zauber der Weihnacht noch richtig stark zu spüren ist. Wunschzettel an den Weihnachtsmann werden geschrieben und die Vorfreude auf das Fest ist fast noch größer, als das Fest selbst.

Ein Blick durch den Rückspiegel zeigt ein schlafendes Mädchen, welches die Fahrt in den Urlaub vollkommen verschläft.  Neugierige Blicke und Entdeckerlust erwachen, als wir auf dem Campingplatz halten und sie endlich aussteigen darf.

Alles kostbare Momente in meinem Herzen, Momente, als mein großes Mädchen noch kleiner war. Momente, die mir niemand nehmen kann. Bunt und lebendig, als seien sie erst gestern geschehen.
Dort wo diese Momente sind, gibt es noch viele mehr. Ein riesen Archiv voller Erlebnisse mit meinem Mädchen, eines meiner Mädchen. Dem großen Mädchen.

Groß,  ja das ist sie wirklich, denn nie wieder wird sie mit ihren blauen Augen zu mir hochschauen, schließlich muss ich mittlerweile zu ihr hochschauen.
Ein Mädchen ist sie schon länger nicht mehr. Sie ist eine junge Frau.

Mittlerweile kann sie sich selbst Pflaster abschneiden und auf ihre Wunden kleben und an den Weihnachtsmann glaubt sie auch nicht mehr. Urlaub mit den Eltern ist öde.
Viele Dinge für die Mama früher unersetzlich war, macht sie selbst. Man kriegt es nicht mal mehr alles mit.
Meistens glauben die Menschen die uns kennenlernen, dass wir Schwestern seien. Selbst wenn wir beteuern Mutter und Tochter zu sein.

Sie plant ihr Leben, ihren Abschluss, ihr Studium, Führerschein, Reisen, eigene Wohnung und ihre Zukunft. Selten bin ich noch ein Bestandteil ihrer Pläne und trotzdem freue ich mich über ihre Entwicklung. Sie ist eine unabhängige, junge Frau, die ihren Weg geht. Nicht mehr an meiner Hand und doch selbstbestimmt und immer mit ihrem Ziel im Auge.

Dann gibt es aber Momente, in denen sie mich doch noch braucht, das Kind in ihr durchbricht, wenn der Herzschmerz so stark ist, dass kein Pflaster hilft, sondern nur eine Mama.
Ich weiß, auch diese Male werden weniger und irgendwann wird es das letzte Mal sein, dass sie mit gebrochenem Herzen oder einem anderen Wehwehchen zu mir kommt. Doch
weiß sie, dass egal wie alt sie ist, meine Türen und mein Herz immer für sie offen stehen und sie willkommen ist, wieder für einen Moment mein kleines Mädchen zu sein.
Für immer.

Donnerstag, 2. Juli 2015

Im Stillen stillen

Ein Thema, welches momentan wieder in aller Munde ist und mir sehr am Herzen liegt, ist das Stillen.

Zuerst einmal ein paar Fakten über das Stillen:

-Es dient nicht nur der Nahrungsaufnahme, Babys stillen auch bei Durst (gerade bei diesem Wetter müssen sie häufig trinken), wenn sie müde werden oder Trost und Nähe suchen. Man stillt die Grundbedürfnisse des Babys.
-Eine stillende Mutter muss nicht zwangsläufig auch abpumpen und die Milch mit Flasche verfüttern, erstens da es viel Arbeit ist und zweitens weil es umständlicher ist. Vorallem unterwegs, da Muttermilch gekühlt werden muss und dies unterwegs schwer umzusetzen ist, besonders wenn man es dann auch wieder aufwärmen muss, damit das Baby es trinken kann.
-Ja stillen ist eine natürliche Methode ein Baby zu ernähren,  aber es mit urinieren oder einer sexuellen Handlung zu vergleichen ist vollkommen absurd, selbst wenn diese auch natürlich sind, ist es wie der Vergleich von Äpfeln und Birnen.

Leider ist es so, dass sich viele Menschen daran stören, wenn Mütter ihre Babys an öffentlichen Orten stillen, dann werden sie aufgefordert sich in Toiletten zurückzuziehen oder dem Baby eine Decke über den Kopf zu legen, damit sie das Stillen nicht sehen müssen oder nehmen sich das Recht heraus sie von ihrem Platz zu verweisen, schliesslich können sie doch einfach zuhause bleiben, wenn sie stillen wollen.

Würdest du gerne auf dem Klo essen?
Schmeckt dir das Essen mit einer Decke auf dem Kopf?
Würdest du dich freuen, wenn man dich vor die Türe setzt, weil es jemand stört,  wie du isst?
Wärst du glücklich,  wenn man dich beim Essen anfeindet?
Kannst du dir vorstellen, für Monate zuhause zu bleiben, nur weil du unterwegs eventuell Hunger bekommen und was essen könntest?

Denk mal drüber nach!

Jeder hat das Recht etwas zu mögen oder nicht zu mögen,  wir sind ein freies Land, jedoch dürfen wir, nur weil uns etwas nicht gefällt,  es einem anderen verbieten es zu tun, obwohl wir die Option haben, einfach nicht hinzusehen?
Anstatt sich für einen Moment in die Lage der stillenden Mutter zu versetzen, gehen viele Menschen in die Offensive und beleidigen die Frau, die einfach nur ihr Baby stillen möchte.
Aber macht diese negative Reaktion auf eine stillende Mutter glücklich? Erfüllt es einen innerlich, eine wehrlose Person, in einer privaten Situation zu nahe zu treten und sie mit der eigenen Meinung zu belehren?

Seien wir mal ehrlich, was sieht man beim Stillen? Brüste? Nein!
Die meisten Mütter wollen selbst nicht, dass man mehr als nötig sieht. Eigentlich sieht man nicht mehr, als bei einem ausgeschnittenen Kleid. Ein wenig Dekolleté, das ist alles. Sowas sieht man ja normalerweise täglich,  selbst ohne eine stillende Frau zu sehen.
Manche Reaktionen lassen vermuten, dass es ein Netzwerk stillender Exibitionistinnen gibt, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, ihre Kinder durch die Städte dieser Welt zu schleppen und diese dann zwingen zu stillen, auch wenn sie gar kein Bedürfnis dazu haben, nur um Passanten zu stören und zu provozieren.
Total lächerlich.
Jede Mutter, die in der Öffentlichkeit stillt, würde in dem Moment auch viel lieber Zuhause sitzen, in vertrauter Umgebung, ohne fremden Blicken und möglichen Anfeindungen ausgesetzt zu sein. Leider geht das nicht immer.
Mutter zu sein ist kein Verbrechen und  die Stillzeit muss nicht in den eigenen vier Wänden abgesessen werden.

Es wird Zeit für mehr Toleranz und Feingefühl in unserer Gesellschaft.
Warum also nicht bei den kleinsten Mitgliedern dieser Gesellschaft anfangen, den Babys und den Müttern,  die ihren Sprösslingen versuchen das Beste mitzugeben für ein gesundes Leben.
Warum also nicht einfach wegsehen, wenn man nicht gerne stillende Mütter sehen mag, anstatt diese direkt oder virtuell anzufeinden.
Warum nicht erstmal nachdenken, bevor man den Mund aufmacht oder aggressiv Beleidigungen die Tastatur hämmert?
Warum nicht einfach mal ein netter Mensch sein und dazwischen gehen, wenn man sieht, wie eine stillende Mutter von jemanden angegangen wird, ihr helfen, sich zu ihr setzen und mit ihr über das Wetter reden, statt ihr auf die Brüste zu starren und sich darüber aufzuregen, dass sie ihr Baby füttert.
Es ist so einfach was gutes zu tun.

Und an die Mamas, lasst euch nicht verunsichern, stillt eure Babys wenn sie gestillt werden  wollen und fühlt euch nicht gezwungen Zuhause zu bleiben. Geht raus, genießt das Leben mit eurem Baby, das Leben ist schön!