Sonntag, 21. Juni 2015

Yorkshire Puddings

So, jetzt mal etwas, was mein Herz höher schlagen lässt, Yorkshire Puddings, eine englische Spezialität, gerne zum Sunday Roast (Sonntagsbraten) serviert und dabei in reichlich Gravy (Soße) ertränkt.

Da ich ja vegetarisch lebe, bevorzuge ich die Variante ohne Schmalz zum Einfetten.

Man braucht:
-285ml Milch
-115g Mehl
-3 Eier
-Prise Salz
-Öl zum Einfetten des
-Muffinbleches(mit 8-10 Sektionen)

Ofen auf etwa 220-230 Grad vorheizen
Die Teigzutaten zusammenrühren und 10 Minuten ruhen lassen (Konsistenz sollte etwas flüssiger als Pfannkuchenteig sein)
Muffinblech mit reichlich Öl einfetten (0,5cm hoch Öl in jeder Sektion dürfte völlig reichen)
und in den Ofen packen für ca.10 Minuten.
Danach vorsichtig aus dem Ofen nehmen und den Teig hineinfüllen und 15-20 Minuten backen lassen, bis der Teig knusprig und luftig aus den Formen herausragt.
Backofentür nicht vorher öffnen, da die YP sonst nicht richtig aufgehen können.


Ich esse dazu besonders gerne Kartoffelpüree, Steckrübenpüree (wird wie der normale Kartoffelstampf gemacht, also mit Butter und Milch, nur mit Steckrüben statt Kartoffeln), grüne Bohnen, Brokkoli oder Blumenkohl
und ganz viel Gravy, der so gemacht wird:

Benötigt wird:
-1 kleine Zwiebel
-5 EL Öl
-2 EL Mehl
-500ml Gemüsebrühe
-Salz und Pfeffer zum Abschmecken

Zwiebeln klein hacken und in Öl oder Butter glasig anbraten.
Mehl hinzufügen und unter rühren goldbraun braten lassen.
Gemüsebrühe hinzufügen (entweder das Wasser vom gekochten Gemüse oder normale Gemüsebrühe) und unter rühren aufkochen, bis gewünschte Sämigkeit vorhanden ist. Danach mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Falls man mag kann man auch ein Schuss Sahne mit aufkochen lassen, gibt einen volleren Geschmack.

Hach, ich krieg schon wieder Hunger.





MahlZEIT!

Kaum ist das Baby auf der Welt muss das Baby Termine einhalten. Kurz zuvor im warmen weichen Bauch, lärmgeschützt und ohne grelles Licht, durfte es wachsen, dösen und spielen, ohne dass man es dabei störte.
Geboren, muss es sich nicht nur an die neue Umgebung gewöhnen, sondern auch noch Zeiten einhalten.
Nein damit meine ich nicht die Vorsorgeuntersuchungen und anderen Termine, die Mamas mit ihren Babys haben, sondern etwas ganz anderes, etwas natürliches.  Das Stillen.

Ich weiß weder wer, noch wann und warum man es eingeführt hat Müttern zu sagen, dass sie bestimmte Zeitintervalle zwischen den Stillmahlzeiten einhalten sollen, aber genauso wenig will es mein logischer Verstand begreifen.
Ich nehme mich gern selbst als Beispiel. Fühle ich mich hungrig oder durstig, dann gehe ich etwas essen oder trinken. Ich schaue nicht vorher auf die Uhr und denke, nee jetzt nicht, erst in 35 Minuten und warte grummelig, dass diese Zeit rum ist, um mir dann was zu holen.
Warum also sollten Babys dies müssen?
Wenn mein Baby getrunken hat und nach einer dreiviertel Stunde wieder etwas möchte habe ich also zwei Möglichkeiten.

Die Erste wäre dem Baby zu sagen, dass es noch 2 Stunden und 15 Minuten ausharren muss, auf Verständnis hoffen und das dann wohl immer lauter schreiende Baby schuckelnd durch die Wohnung tragen. Dabei immer panischer werden, zu schwitzen anfangen und dann, wenn es endlich Zeit ist, dass das Baby trinken darf, erschöpft und mit den Nerven völlig am Ende, das ebenfalls nassgeschwitzte Baby an die Brust lassen. Im Hinterkopf das Wissen, dass es im nächsten Intervall wieder so werden kann. Besonders da durch das viele Schreien das Baby viel Luft geschluckt hat und dann mit Bauchweh kämpfen könnte.

Die zweite Möglichkeit wäre,  ich lege das Baby an, lasse es trinken, seine Bedürfnisse stillen und habe ein zufriedenes Baby, bin selbst entspannt und das Baby wächst und gedeiht.

Stillen ist mehr als nur Nahrungsaufnahme,  es ist Nähe, Geborgenheit, Sicherheit, eine Rückzugsmöglichkeit. Durch das Nuckeln beruhigt sich das Baby schnell und plagt sich nicht unter Stress.
Ist es nicht das, was wir wollen, zufriedene Babys?

Wenn ich auf der Geburtenstation im Krankenhaus die Mütter sehe, die ihre Kinder alle zwei bis vier Stunden ins Stillzimmer schieben, diese dann wecken und dann voller Unsicherheit versuchen ihr Baby zu stillen. Selbst beim Stillen wird noch auf die Uhr geschaut, um das Baby nach bestimmter Zeit an die andere Brust zu wechseln. Oftmals unter Tränen, denn die Babys machen nicht richtig mit und in vielen Krankenhäusern fehlt es an fachkundigen Personal für stillende Mütter. Ja, dann fühle ich mich unglaublich traurig. So sollte eine gute Stillbeziehung nicht beginnen. Da wundert es einen nicht, dass so viele Mütter nach kurzer Zeit das Stillen aufgeben, wenn sie keine richtige Unterstützung erfahren.
Weshalb ich schon in der Schwangerschaft eine kompetente Hebamme und Stillberaterin hatte. Beide waren/sind Gold wert.

Mein jüngstes Kind ist nun fast ein halbes Jahr alt, wir haben nie auf die Uhr geschaut, fühlen uns wohl dabei und die Ruhepausen, die das Stillen mit sich bringt, sind auch für mich sehr von Vorteil, ich habe einen Moment, in dem meine Akkus wieder geladen werden können. Ich kann einen Tee trinken, die Beine hoch legen, einfach die intensive Nähe zu meinem Baby spüren. Beziehungspflege, Urvertrauen  (nicht Uhrvertrauen) stärken,  dem Baby zeigen, ich bin für dich da.

In diesem Sinne schaut auf eure Babys, nicht auf eure Uhren. ♡

Freitag, 19. Juni 2015

DIY Memory für die Kleinsten

Kinder patschen gerne in bunten Farben herum und mit diesem DIY ist das Patschen erwünscht und ergibt ein ganz tolles Memory Spiel.

Was du brauchst:
Weißes Papier oder Bastelkarton
Farben z.B. Fingermalfarben
Schere
Kleber
Transparente Klebefolie (zum Bücherbinden)
Lappen um die Kinderhand zwischendurch zu säubern

Bepinsel die Hände deines Kindes und lass es nach Herzenslust aufs Papier patschen, bis ihr von jeder Farbe die ihr euch wünscht zwei Handpaare habt.
Diese dann trocknen lassen.

Wenn du die Hände auf Papier gemacht hast, brauchst du noch ein Blatt, welches du unter das bemalte Blatt klebst, damit es etwas fester ist und die Farbe nicht auf der Unterseite durchscheint. Bei Bastelkarton ist dies nicht nötig. Dann schneidest du die Hände aus.

Nun platzierst du die Hände auf der klebrigen Seite der Klebefolie und deckst diese mit einer weiteren Folienschicht ab, sodass die beiden klebrigen Seiten die Hände einschließen. Gegebenenfalls vorhandene Luftbläschen wegstreichen. Nun die Hände erneut ausschneiden und dabei darauf achten, dass ein kleiner Rand Folie bleibt, damit sie nicht wieder aufgehen.

Fertig.

Wir haben mit 3 Farben angefangen und immer wieder ein Paar dazu getan, um es am Anfang nicht zu schwer zu machen.




Viel Spaß beim Nachbasteln!

Mit Geduld windelfrei...

Eine Frage, die sich alle Eltern früher oder später stellen müssen: Töpfchentraining oder dem Kind einfach die Zeit geben von selbst trocken zu werden?

Ich entschied mich für die zweite Variante, da ich beim ersten Kind schon die erste Variante probierte und einfach sehen wollte, ob es auch anders geht.
Wir deckten uns mit allem ein was man so gebrauchen kann, wenn man nicht mehr in die Windel machen möchte: Töpfchen, Toilettensitz, Hochziehwindeln. Zudem thematisierten wir das Thema Toilette immer im positiven Sinne, denn wir wollten, dass es nicht als unangenehm gesehen wird, sich von der Windel zu trennen.
Im Sommer ließ ich die Windel weg, stellte das Töpfchen in erreichbare Nähe und erklärte,  dass wenn sie muss, sie sich gerne auf das Töpfchen setzen darf.
Sie saß oft auf dem Topf, aber ohne das von uns und auch ihr gewünschte Ergebnis,  eher zum Spielen und damit durchs Zimmer fahren. Das eigentliche Geschäft landete auf dem Boden und trotz Trost und Zuspruch weinte sie bitterlich und bat um eine Windel.
Sie war einfach noch nicht soweit.
Oft musste ich mir anhören,  dass es wird Zeit sei, dass das Kind trocken wird und wie lange ich sie noch in Windeln herumlaufen lassen will. Ich beachtete diese Sprüche nicht, denn es geht nicht darum was andere denken, sondern um mein Kind, welches seine eigene Geschwindigkeit hat, Dinge zu erlernen.

Einige Zeit ging ins Land, wir thematisierten weiterhin die Toilette und wie toll es ist, keine Windel zu tragen. Und dann kam der Tag, an dem sie bereit war.
Ich ging in ihr Zimmer und sie hatte die Windel ausgezogen und gesagt, dass sie  keine mehr tragen mag. Sie ging auf Toilette und Töpfchen, als sei es das Normalste der Welt, was es ja eigentlich irgendwie auch ist.
Unterwegs bestand ich auf eine Windel, falls keine Toilette in Reichweite ist und auch Nachts, da ich die Matratze ungern dauernd reinigen mochte. Aber diese Windeln blieben immer trocken. Sie konnte also auch bewusst einhalten.
Seit sie die Windel abgelegt hat, gab es nicht einen Unfall. Alles blieb bisher trocken.
Ich bin überzeugt,  dass diese Variante des Sauberwerdens für das Kind die bessere ist und sehr froh es so probiert zu haben. Deshalb werde ich es beim Baby auch so praktizieren.